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Die Sportler des RSV Heddernheim zeigen ihr Können.
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Die Sportler des RSV Heddernheim zeigen ihr Können.

Bonames/Kalbach

Radler übernehmen Flugplatz

  • Julian Loevenich
    VonJulian Loevenich
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Tausende besuchen die zehnte Ausgabe des ADFC-Festes. Es gibt Vorführungen und die Möglichkeit, sich mit allem einzudecken, was es zum Radfahren braucht – bis hin zum neuen Fahrrad selbst.

Eigentlich gelingt es Jan Nowitzky schon recht gut – eine geradezu ansehnliche Leistung. Die Füße stehen leicht zitternd auf den Pedalen, versuchen zu balancieren, wie auf einem Seil. Das Rad bewegt sich vor und zurück, einige Zentimeter nur. Dem 44-Jährigen glückt es, mit dem Drahtesel so gut wie auf der Stelle zu verharren – wenn auch etwas wackelig und nur für ein paar Sekunden, bis das Gleichgewicht ihn wieder verlässt und er die Füße auf den Boden stellen muss. Aber er probiert es ja schließlich auch zum ersten Mal aus: das Radfußball, beim zehnten großen Radler-Fest des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) am Sonntag auf dem Alten Flugplatz in Kalbach/Bonames.

Wehrhart Otto vom ADFC ist glücklich über die momentane Situation. „Der Trend geht wieder hin zum Zweirad. Man drückt seinen Status heutzutage durch sein Rad aus“, hat er beobachtet. Verständlich. Schließlich sei das Fahrrad umweltfreundlich, relativ preiswert, halte gesund und man nehme unterwegs mehr wahr. Das zeigt sich auch auf dem alten Flugplatz in Frankfurts Norden. Tausende von Fahrrad-begeisterten strömten auf die ehemalige Landebahn an er Nidda. 25 Stände demonstrieren die Vielfalt des Fortbewegungsmittels. „Wir haben hier Informationen zu Radwegen im Vogelsberg, in der Wetterau und im Taunus“, sagt Otto.

Radballer zeigen ihr Können

Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich mit allem einzudecken, was es zum Radfahren braucht – bis hin zum neuen Fahrrad selbst. „Ich möchte mir dieses Jahr noch ein Elektro-Fahrrad kaufen und wollte mich hier mal informieren“, erzählt Besucherin Monika Hensz. Eine Codierung-Station und eine mobile Werkstatt finden die Rad-Freunde auch, inklusive Luftpumpe.

Jan Nowitzky steht derweil am Spielfeldrand, auf dem Radballer ihr Können zeigen. Auf dem Platz: Sven Graf vom RSV Heddernheim mit seinem ganz besonderen Gefährt. Der Sattel ist wesentlich weiter hinten als normal, auch der Rahmen und die Laufräder sind kleiner, es gibt nur einen Gang, der Lenker erinnert an das Geweih eines Ochsen. Doch der 45-jährige kann damit tatsächlich Fußball spielen: Er stützt sich auf das Hinterrad und knallt mit dem vorderen Reifen den Ball ins Tor – der rast dabei zum Teil mit einer Geschwindigkeit von bis zu über 100 Stundenkilometern ins Netz.

„Das ist schon sehr anstrengend, es geht in die Beine, in die Arme, den Rücken“, erläutert Graf. In seiner Vollendung mutet dieser Sport durchaus artistisch an. Es braucht aber Zeit, bis das Können da ist. „Das macht schon viel Spaß, man spürt jede Bewegung direkt. Aber es ist mir doch zu anstrengend“, resümiert Besucher Nowitzky. Ein Glück, dass da das Tower-Café geöffnet hat. Denn Entspannung schadet nie – schon gar nicht beim Radler-Fest.

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