Radverkehr

Radentscheid Frankfurt: So weit sind die verschiedenen Projekte

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Stadt Frankfurt will den Radverkehr massiv ausbauen. Wir zeigen den aktuellen Stand.

Die Stadt Frankfurthat sich bei der Einigung mit dem Radentscheid ein ehrgeiziges Programm auferlegt: Rund 45 Kilometer Radwege sollen bis 2023 entstehen, Nebenstraßen und Kreuzungen fahrradfreundlich werden. Hier eine Übersicht über die Projekte:

Auf der Bockenheimer Landstraßesollen Radwege vom Autoverkehr getrennt bleiben. Die Planungen seien erarbeitet, aber noch nicht veröffentlicht, sagte Stefan Lüdecke, Leiter des Stabsstelle Radverkehr im Verkehrsdezernat von Klaus Oesterling (SPD). Im Frühjahr würden sie öffentlich vorgestellt. Eine Fahrspur soll entfallen. Der Umbau ist für 2021 geplant.

Die Schwarzwaldstraßesoll zwischen Rennbahnstraße und Kennedyallee umgebaut werden. Baubeginn ist voraussichtlich 2021. Radfahrer sollen eine abgetrennte Spur erhalten.

Ideen für den Umbau der Schweizer Straßesoll ein städtebaulicher Wettbewerb sammeln. Damit sind Arbeitsgruppen in der Verwaltung beschäftigt. Der Terminplan steht noch nicht fest.

Von der Schönen Aussichtbis zur Battonnstraße wurden die Radwege schon markiert und provisorisch getrennt. Sobald die Witterung es zulässt, also in den nächsten Tagen, wird der Radweg zum Friedberger Tor markiert und provisorisch getrennt.

Die Richtung vom Friedberger Torzur Battonnstraße entlang der Friedberger Landstraße folgt in den Osterferien. In den Sommerferien wird der Abschnitt vom Friedberger Tor zum Friedberger Platz in beiden Richtungen provisorisch getrennt. Den Abschnitt bis zum Matthias-Beltz-Platz hat die Koalition ausgeklammert, weil dort die Platzverhältnisse eng sind und die Straßenbahnhaltestelle betroffen wäre.

Der Radwegauf der Mörfelder Landstraße/Offenbacher Landstraße wird vorbereitet.

Auf der Hanauer Landstraßehat die Abpollerung früherer Parkplätze begonnen. Der Bordsteinradweg auf der Südseite wird zwischen Osthafenplatz und Ratswegkreisel erneuert. In der Folge soll der Radweg auf der Nordseite der Landstraße drankommen, danach die Strecke vom Osthafenplatz in Richtung Innenstadt.

Der Bau von provisorischen Radwegenentlang der Mainzer Landstraße und am Hauptbahnhof werde geprüft, allerdings seien dafür Fördermittel nötig. „Das wird mit Bordmitteln nicht zu stemmen sein“, sagte Lüdecke.

Diese Straßensollen laut Stadtverordnetenbeschluss fahrradfreundlich werden: Robert-Mayer-Straße, Kettenhofweg, Oeder Weg, Frankenallee, Gutzkowstraße, Oberräder Fußweg, Nordendstraße, Grüneburgweg, Moselstraße, Westendstraße, Daimlerstraße, Schielestraße, Brückenstraße, Zeuläckerstraße. Bislang habe es Ortsbegehungen gegeben, sagte Lüdecke. Die Planung werde verfolgt.

Für einen Bau einer Fahrradtrasseauf dem Anlagenring sei eine Machbarkeitsstudie nötig. Dabei müssten die Liefer- und Anliegerverkehre berücksichtigt werden. Auch hier würden Fördermittel gebraucht. „Es wird keine schnelle Lösung geben“, sagte Lüdecke.

Für Autos gesperrt ist der Mainkaiseit Sommer. Die Sperrung dauert bis August 2020 an. Die Stadtverordneten müssen über die dauerhafte Sperrung oder die erneute Öffnung für den Verkehr befinden.

Folgenden Kreuzungensollen laut Beschluss fahrradfreundlich werden: Mainkai/Neue Mainzer Straße, Adickesallee/Eckenheimer Landstraße, Eschenheimer Tor, Taunusanlage/Bockenheimer Landstraße, Obermainkai/Oskar-von-Miller-Straße, Grüneburgweg/Eschersheimer Landstraße, Hansaallee/Miquelallee, Junghofstraße/Taunusanlage, Fischerplätzchen, Bockenheimer Landstraße/Zeppelinallee, Schweizer Straße/Mörfelder Landstraße, Alfred-Brehm-Platz (Zoo), Kaiserplatz, Jean-Monnet-Straße/Hügelstraße, Friedberger Tor. Hier wird das Fischerplätzchen durch Markierungen umgestaltet. Arbeitsgruppen planten den Umbau, so Lüdecke, dafür seien Fördermittel nötig.

Das Ziel, mehr als 2000 Fahrradparkplätzepro Jahr zu schaffen, habe die Stadt zuletzt erreicht. Auch in diesem Jahr werde dieses Ziel verfolgt. In den vergangenen Jahren seien lediglich rund 500 Bügel für 1000 Fahrräder pro Jahr aufgestellt worden, unter Stadtrat Oesterling seien Fahrradboxen und überdachte Fahrradabstellanlagen hinzugekommen. Abschließbare Fahrradboxen werden nun auf der Nordseite des Bahnhofs Höchst aufgestellt. Doppelstockanlagen kommen an diese Standorte: Höchst-Marktplatz, U-Bahn-Station Bonames, Südbahnhof im Norden und Süden, U-Bahn-Station Nieder-Eschbach, Ostbahnhof, S-Bahn-Station Niederrad, Straßenbahnhaltestelle Neu-Isenburg, S-Bahn-Station Ostendstraße, Walter-Kolb-Siedlung.

Die Fahrradstaffelder Verkehrspolizei hat seit Dezember zehn Mitarbeiter. Der Bewerbungsprozess für acht Planerstellen läuft. 

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