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Paulskirche in Frankfurt

Hertie-Stiftung in Frankfurt

Hertie-Stiftung stellt Förderprojekte vor

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Die Hertie-Stiftung präsentiert Projekte, die gefördert werden sollen. Für 20 Themen stehen insgesamt 26 Millionen Euro zur Verfügung. 

Am 23. Mai, dem 70. Jahrestag des Grundgesetzes, wird die altehrwürdige Frankfurter Paulskirche Schauplatz einer ganz besonderen Veranstaltung. 600 Schülerinnen und Schüler aus vier Gymnasien strömen dort zusammen, um zu diskutieren, was das Grundgesetz des Jahres 1949 uns heute noch zu sagen hat. Und was sich vielleicht verändern müsste, um dieses Regelwerk den Herausforderungen der Gegenwart anzupassen.

Dieser Tag mit Poetry Slam und Verfassungsquiz, an dem Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) ein Grußwort sprechen wird, ist eines der Projekte, die 2019 von der Hertie-Stiftung gefördert werden. Jetzt hat die Gemeinnützige Stiftung, eine der größten in Deutschland, ihr Jahresprogramm in Frankfurt vorgestellt. Rund 26 Millionen Euro fließen in etwa zwanzig große Vorhaben.

Zwei Leitthemen stehen im Vordergrund: „Gehirn erforschen“ und „Demokratie stärken“. Zum ersten Thema entsteht die „Hertie Academy of Clinical Neuroscience“. Sie hat das Ziel, die Translation von Forschungsergebnissen aus dem Labor in die Klinik zu beschleunigen und zum Wohl der Patienten voranzutreiben. Es entsteht ein Netzwerk mit fünf führenden Forschungseinrichtungen und Universitätskliniken, darunter auch die in Frankfurt.

Die Stiftung fördert an den Standorten jeweils zwei exzellente Nachwuchswissenschaftler über einen Zeitraum von drei Jahren. In der neuen Reihe „Gehirn der Zukunft“ wird die Stiftung insgesamt zehn Veranstaltungen zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) fördern, in den Städten Frankfurt, Stuttgart und Tübingen.

An der Frankfurter Universität entsteht ein Schülerlabor für Neurowissenschaften.

Der Tag in der Paulskirche wiederum zum 70-jährigen Jubiläum des Grundgesetzes gehört zum zweiten Themenschwerpunkt „Demokratie stärken“. Unter anderem unterstützt die Stiftung Jugendliche mit Migrationserfahrung.

Am 5. Juni verleiht sie in Mannheim den Deutschen Integrationspreis im dritten Jahr in Folge. 164 Projekte aus ganz Deutschland haben sich schon jetzt für die Auszeichnung beworben, Die Jury wählt dann die Sieger aus, die jeweils bis zu 20 000 Euro Preisgeld erhalten. Insgesamt gibt es eine Fördersumme von 200 000 Euro.

„Neues anstoßen und Geplantes weiterführen – dank unserer langfristigen Investitionsstrategie ist die Stiftungsarbeit weiterhin voll gesichert“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Hans-Jürgen Weise. Allerdings schloss die Vermögensanlage der Stiftung wegen des negativen Trends am bundesdeutschen Aktienmarkt insgesamt im Jahr 2018 mit einem Minus von 1,9 Prozent ab.

Dieser Malus sei freilich schon bis Ende März 2019 „mehr als ausgeglichen“ worden, sagte der Vorstandsvorsitzende Weise bei der Pressekonferenz.

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