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Polizisten nehmen eine Demonstrierende fest.
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Polizisten nehmen eine Demonstrierende fest.

Corona-Proteste

Frankfurt: „Querdenken“ spielt Katz und Maus mit der Polizei

  • VonSabine Schramek
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Demonstrierende ignorieren die Auflösung der Veranstaltung in Frankfurt und ziehen lautstark durch die Innenstadt. Eine für die Taunusanlage angemeldete Gegendemo entpuppt sich als Finte.

In den vergangenen Wochen hat die Polizei „Querdenken“-Demos umgehend aufgelöst, wenn Auflagen nicht eingehalten wurden. An diesem Samstag nun haben sich Demonstranten und Polizei ein zermürbendes Katz- und Maus-Spiel geliefert.

Eine Gegendemo unter dem Titel „ProScience, kein Geschwurbel mehr in Frankfurt“, die mit 900 Teilnehmer:innen für die Taunusanlage angemeldet war, parallel zur „Querdenken“-Kundgebung „Groß-Protest“ an der Alten Oper, entpuppt sich als Finte. Gegendemonstrant:innen sind keine zu sehen. Stattdessen halten Demonstrierenden auf dem Opernplatz kleine Plakate hoch, mit denen sie zum Marsch zur Taunusanlage aufrufen. Eine Frau hat sich in eine Fahne von „Die Basis“ gehüllt, dem parteipolitischen Arm der Bewegung, ein Mann trägt einen schwarz-weiß-gestreiften Gefängnisanzug.

Im Nu sind es viele, die aus allen Richtungen kommen und ohne Abstand sowie Masken Richtung Taunustor unterwegs sind. Ein blaugrüner Rauchtopf fliegt Richtung Einsatzkräfte. Trillerpfeifen und Rufe nach „Widerstand“ und „Freiheit“ schrillen, Polizisten werden beleidigt, beschimpft und bedrängt.

Polizei kesselt „Querdenker“ in Frankfurt ein, einige attackieren die Beamt:innen

Trotz mittlerweile starken Polizeiaufgebots laufen die Demonstrierenden weiter, ändern immer wieder die Richtungen. Ein Wasserwerfer fährt vor. Hin und her geht es zurück in den Park, in Seitenstraßen, auf den Willy-Brandt-Platz, mit Hunden, Kindern und Geschrei. Die Polizei kesselt die Demonstrierenden ein. Viele schlüpfen noch vorher raus. Die Veranstaltung gilt längst als beendet. Wird wieder von der Polizei beendet. Die Leute bleiben trotzdem und attackieren die Beamt:innen. Ein Teil zieht zurück zum Opernplatz.

Die Veranstaltung dort wird zeitgleich von den Veranstalter:innen als beendet erklärt. Gut 550 Demonstrierende wurden dort gezählt. Auf die Polizeiansagen reagieren sie nicht, ziehen stattdessen lautstark in Großgruppen weiter.

„Querdenker“ in Frankfurt: Immer wieder aggressiv gegen die Polizei

Stundenlang geht das so. Immer wieder zerstreuen sich die Gruppen, um sich kurz darauf wieder zu sammeln. An der Konstablerwache, auf der Zeil, auf der Hauptwache. Laut und immer wieder aggressiv gegenüber der Polizei.

Die Polizei kesselt die „Keine Diktatur“-Schreier schließlich ein. Durchsagen zur Auflösung verpuffen zunächst. Erst nach einer Durchsage, die Personalien der selbst erklärten Freiheitsfreunde aufzunehmen, verschwinden die meisten nach und nach. Die Polizei teilt auf Twitter mit, etwa „100 ehemalige Versammlungsteilnehmer aktuell zu kontrollieren“. Blaulicht und Martinshorn sind an diesem Abend noch lange in der Stadt zu hören und zu sehen. (Sabine Schramek)

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