Preis

Queere Bar aus Frankfurt nominiert

Das hessische Sozialministerium vergibt den Preis für Lesbische Sichtbarkeit. „La Gata“, die einzige Bar in Frankfurt für lesbische, bisexuelle und queere Frauen, ist nominiert.

Die Barbesitzerin Erika Wild, alias Ricky, ist vom Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt für den ersten hessischen Preis für Lesbische Sichtbarkeit nominiert worden. Vergeben wird dieser vom hessischen Ministerium für Soziales und Integration. Das Bündnis gab die Nominierung Anfang der Woche bekannt.

Die von Wild betriebene La Gata ist weltweit die älteste und Frankfurts einzige Bar für lesbische, bisexuelle und queere Frauen. Im nächsten Jahr feiert die Bar ihr 50-jähriges Bestehen.

„Wir in Frankfurt können uns glücklich schätzen, einen ganz besonderen Ort der lesbischen Sichtbarkeit und ein einzigartiges Juwel der lesbischen Kultur mit der legendären Wirtin Ricky zu haben“, gratuliert Verena David, queerpolitische Sprecherin der CDU im Römer zur Nominierung. Weitere Glückwünsche kommen von der ehemaligen Fußball-Nationalspielerin Doris Fitschen. Dank der exzellenten Gastgeberin Ricky habe sich laut Fitschen das La Gata zu einer Institution der Lesbenszene entwickelt.

Zum 50. Geburtstag plant Erika Wild im nächsten Jahr zwei Veranstaltungen in Kooperation mit dem Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt. Eine davon soll sich mit der Frage: ‚Was sind lesbische, bisexuelle und queere Bedürfnisse von damals und heute?‘ beschäftigen. „Ich freue mich schon auf meine lieben Frauen!“, verkündet die Gastgeberin.

Mit der Nominierung will das Bündnis auf die prekäre Lage der Barkultur während der Corona-Pandemie aufmerksam machen. Die Preisvergabe ist für den 14. Oktober geplant.

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