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Pyrotechnik: Eintracht-Profis droht Ärger

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Von: Georg Leppert

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Aymen Barkok. Goncalo Paciencia und Timothy Chandler (von links) zünden Leuchtfeuer.
Aymen Barkok. Goncalo Paciencia und Timothy Chandler (von links) zünden Leuchtfeuer. © AFP

Am Frankfurter Römerberg wurde bei der Feier am Donnerstag viel gezündelt – auch von drei Spielern.

Polizei und Feuerwehr haben in ihrer Bilanz der großen Eintracht-Party vor allem die Menge von Pyrotechnik erwähnt, die am Donnerstag insbesondere auf dem Römerberg gezündet wurde. Zwar habe sich die „große Mehrheit“ der rund 100 000 Fans, die in der Innenstadt feierten, friedlich verhalten, teilte die Polizei mit. Auf einige Anhänger dürfte nun aber ein Ermittlungsverfahren zukommen. Und auch drei Eintracht-Spieler könnten Ärger bekommen.

Schon auf dem Weg der Mannschaft zum Römerberg sei die „ausgelassene Stimmung“ durch Pyrotechnik getrübt worden, berichtete die Polizei: „Dies verstärkte sich, je näher der Autokorso dem Römer kam.“ Als die Mannschaft dann gegen 21.30 Uhr den Balkon des Rathauses betrat, wurden „massiv und wiederholt Pyrotechnik und Rauchtöpfe gezündet – teils flogen Feuerwerksraketen direkt in die Menschenmenge“. Die Polizei schritt nicht ein, dokumentierte die Vorfälle aber für eine spätere Strafverfolgung.

Eintracht-Party: Randale am Paulsplatz

Von den Fernsehkameras eingefangen wurden auch die Eintracht-Spieler Timothy Chandler, Goncalo Paciencia und Aymen Barkok. Die drei Akteure, von denen niemand im Finale eingesetzt wurde, zündeten Leuchtfackeln, wie die Polizei kritisch anmerkte. Barkok hatte bereits 2018 nach dem Gewinn des Pokalsiegs auf dem Römer-Balkon Pyrotechnik abgebrannt. Auch die Feuerwehr, die gemeinsam mit Rettungsdienst und Hilfsorganisationen ein zusätzliches Team von 300 Kräften für die Feier bereit gestellt hatte, musste wegen der Pyrotechnik einschreiten. Der Rauch hatte die Brandmeldeanlage im Römer und in der nahe gelegenen U-Bahnstation ausgelöst.

Die Polizei berichtete zudem von Randale am späteren Abend. Am Paulsplatz seien Einsatzkräfte von einer größeren Gruppe Jugendlicher mit Böllern und Flaschen angegriffen worden. Dabei habe es 24 Leichtverletzte gegeben. Alle Beamtinnen und Beamte hätten ihren Dienst fortsetzen können. Die Jugendlichen hätten auch Sanitäter attackiert, teilte die Frankfurter Feuerwehr mit. Die Hilfskräfte seien aber unverletzt geblieben. Schließlich räumte die Polizei den Platz.

Eintracht-Party: 230 Einsätze für Rettungsdienste

Die Rettungsdienste berichteten von 230 Einsätzen – wobei es zumeist nur um kleinere Verletzungen gegangen sei. Rund 30 Fans mussten jedoch ins Krankenhaus gebracht werden. Grund waren Schnittverletzungen, Kreislaufprobleme oder übermäßiger Alkoholgenuss.

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