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Gerichtsgebäude in Frankfurt. (Symbolbild)

Justiz

Prozess in Frankfurt: Anklage gegen Mann nach Drogentod von junger Frau

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Ein Paar verkalkuliert sich bei der Einnahme einer Dosis „Ecstasy“.

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 23 Jahre alten Mann aus Hattersheim erhoben. Ihm werden Überlassung von Betäubungsmitteln zum Verbrauch und die leichtfertige Verursachung des Todes vorgeworfen – eine auch bei Frankfurter Gerichten eher seltene Form der Anklage.

Gemeinsam mit seiner 17 Jahre alten Freundin hatte der junge Mann im Juli 2017 bei einem Dealer im Frankfurter Stadtteil Zeilsheim ein halbes Gramm MDMA in kristalliner Form besorgt. Da die beiden offenbar keine Erfahrung mit der Droge hatten, guckten sie im Internet nach der richtigen Dosierung: Google riet zu 50 Milligramm. Die beiden hielten diese Menge fatalerweise für das Äquivalent des halben Gramms, das sie gekauft hatten - und nahmen so laut Staatsanwaltschaft etwa die zehnfache Menge einer wirksamen Dosis des Rauschgifts ein.

Obwohl die junge Frau sich anschließend übergeben musste, holte ihr Freund keine Hilfe, sondern stellte einen Eimer neben das Bett und legte sich schlafen. Erst als er am nächsten Morgen mit Hilfe seines Bruders die 17-Jährige auf die Couch umbetten wollten, stellten sie fest, dass die junge Frau den Trip nicht überlebt hatte.

Der Angeklagte ist umfassend geständig. Ein konkreter Verhandlungstermin steht bislang noch nicht fest.

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