+
Lautstarker Protest.

Fridays for Future

Frankfurter Schüler tragen ihren Protest in den Landtag 

  • schließen

Schüler werben bei der Linken um Unterstützung der „Fridays for Future“-Bewegung.

Jugendliche haben am Freitag im Hessischen Landtag für eine Unterstützung der „Fridays for Future“-Bewegung für den Klimaschutz geworben. Rund ein Dutzend Abgesandte des StadtschülerInnenrates Frankfurt und der DIDF-Jugend besuchten die Fraktion der Linken im Wiesbadener Landtag.

Deren Abgeordnete Saadet Sönmez nannte die Anliegen der Jugendbewegung „sehr berechtigt“. Es sei falsch, sie zu Schulschwänzern zu erklären. Vielmehr trügen der Protest und die Auseinandersetzung mit dem Klimaschutz dazu bei, dass sie lernten, sich als mündige Bürger zu Wort zu melden. „Wir müssen uns konsequent an die Seite dieser Jugendlichen stellen“, fügte Sönmez hinzu.

„Partizipation wichtig“

Der Frankfurter Stadtschulsprecher Paul Harder äußerte die Hoffnung, dass die Parteien die Forderungen nach mehr Engagement für den Klimaschutz aufgreifen würden. Mirkan Dogan von der DIDF-Jugend nannte es „wichtig, dass die Schülerschaft versucht zu partizipieren“. Beide verwahrten sich dagegen, dass die Debatte auf die Einhaltung der Schulpflicht reduziert wird. Damit werde „versucht, die Partizipation zu verhindern“, urteilte Dogan. Seine Jugendorganisation steht der Föderation der Demokratischen Arbeitervereine (DIDF) nahe, die aus linken türkischen und kurdischen Vereinen in Deutschland hervorgegangen ist.

Die Jugendlichen hatten sich an die Linke gewandt, weil diese sich aus ihrer Sicht „konsequent“ für Klimaschutz einsetze. Stadtschulsprecher Harder warf den Grünen vor, den Ausbau des Frankfurter Flughafens zugelassen zu haben und sich gegen Diesel-Fahrverbote auszusprechen.

Vertreter der Linken empfahlen den Jugendlichen, auch das Gespräch mit den anderen Parteien zu suchen. Der „Druck der Straße“ sei notwendig, um Klimaschutz tatsächlich durchzusetzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare