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Protest in Frankfurt: „Wenn es keinen Frieden gibt, hat keiner Ruhe“

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Von: Hanning Voigts

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Vor einer Woche wurde in Frankfurt schon gegen Israel und für eine „freies Palästina“ protestiert.
Vor einer Woche wurde in Frankfurt schon gegen Israel und für eine „freies Palästina“ protestiert. © Michael Schick

Die Palästinensische Gemeinde in Hessen protestiert auf dem Römerberg in Frankfurt gegen Israel. Die Organisatoren betonen, für den Frieden und gegen Gewalt und Antisemitismus zu sein.

Es gehe um Frieden und eine gerechte Lösung für den Nahostkonflikt, sagt Jehad Ahmad. „Wonach wir suchen, ist, dass die Leute einfach Frieden haben“, sagt der 60-jährige Sportpädagoge. „Denn wenn es keinen Frieden gibt, dann hat keiner Ruhe.“

Jehad Ahmad ist Vorsitzender des Vereins „Palästinensische Gemeinde in Hessen“, er organisiert die Kundgebung mit dem Motto „Frieden und Gerechtigkeit in Palästina und Nahost“, die am heutigen Samstag ab 16 Uhr auf dem Römerberg geplant ist. Bis zu 750 Menschen werden erwartet, auch die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) ruft zur Teilnahme auf. Das Ordnungsamt hat für den Protest strenge Auflagen gemacht: Die Hygieneregeln müssen eingehalten werden, es dürfen keine Gegenstände verbrannt und keine Reden gehalten werden, die zu Gewalt aufrufen.

Jehad Ahmad betont, dass es den Veranstalter:innen um eine Lösung des Nahostkonflikts gehe, die für Palästinenser:innen und Israelis akzeptabel sei. Der Osloer Friedensprozess sei mehr als 25 Jahre alt, aber immer noch gebe es keine Zwei-Staaten-Lösung, und das palästinensische Volk müsse teils unter Besatzung leben. „Das ist keine normale Situation“, sagt Ahmad. Er sei froh, dass der militärische Konflikt zwischen der israelischen Armee und der militanten Hamas vorerst beendet sei, der Konflikt bestehe aber weiter. Es brauche jetzt internationalen Druck auf Israel, wieder Friedensgespräche aufzunehmen. Mit der Kundgebung wolle man auch die Stadtregierung auffordern, nicht einseitig für Israel Partei zu ergreifen. Der Magistrat verurteile zu Recht Antisemitismus, stelle sich aber zu stark auf die israelische Seite, „und das verstehen wir nicht als deutsche Bürger“, so Ahmad.

Im Aufruf zu der Kundgebung wird ein Ende der Zwangsräumungen palästinensischer Familien in Ostjerusalem und ein Ende der Gewalt zwischen Israel und der Hamas gefordert. Die Veranstalter:innen erklären, dass das israelische Bombardement des Gazastreifens ebenso gestoppt werden müsse wie der Raketenbeschuss der Hamas auf Israel. Außerdem wird sich gegen Antisemitismus und für eine Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen.

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