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Bald sollen wieder mehr junge Leute in Frankfurt auf der Straße sein. Foto: Monika Müller
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Bald sollen wieder mehr junge Leute in Frankfurt auf der Straße sein.

Klimabewegung

Fridays for Future in Frankfurt: Für das Klima, gegen die Banken

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Die „Fridays for Future“ veranstalten am 13. August einen bundesweiten Aktionstag in Frankfurt. Dabei setzen sie auch auf Blockadeaktionen im Bankenviertel.

Frankfurt – Es waren auch schon mal mehr. Nur etwa 60 überwiegend junge Menschen haben sich am Freitagmittag an der Bockenheimer Warte versammelt – zur ersten Demonstration der „Fridays for Future“ seit einiger Zeit und zur ersten nach der Flutkatastrophe im Westen der Republik. Auch die Organisator:innen scheinen mit größerer Beteiligung gerechnet zu haben – über Lautsprecher suchen sie jedenfalls noch Freiwillige, die das Fronttransparent tragen.

Die Überschwemmungen hätten sie schockiert, ruft eine Aktivistin zu Beginn durchs Mikrofon. Man fühle mit denen, die Angehörige oder Häuser verloren hätten. „Gerade jetzt wird uns nochmal vor Augen geführt, was die Klimakrise für drastische Auswirkungen auf unser Leben haben wird“, sagt sie. Es sei absurd, dass in der politischen Debatte gefordert werde, die Flut nicht zu eindeutig auf den Klimawandel zurückzuführen, anstatt über den radikalen Wandel zu diskutieren, der jetzt notwendig sei. „Wann sollten wir denn über den Klimawandel sprechen, wenn nicht jetzt?“

Aktionstag

Weitere Informationen auch im Netz unter www.streikmituns.de

Fridays for Future plant Blockaden im Bankenviertel in Frankfurt

Kurz darauf setzt die Demo sich in Bewegung, lautstark, aber eben nicht besonders groß. Doch das soll spätestens am 13. August anders werden: Dann wollen die „Fridays for Future“ zu Tausenden durch Frankfurt ziehen. Denn zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie mobilisiert die Protestbewegung zu einem bundesweiten Aktionstag – und der nimmt das Frankfurter Bankenviertel ins Visier. Und plötzlich klingt es fast so, als wäre das linke „Blockupy“-Bündnis zurück in Frankfurt. Von Kritik am Finanzsektor ist im Vorfeld die Rede, von Aktionen zivilen Ungehorsams und Blockaden.

Schon öfter hat „Fridays for Future“ in der Vergangenheit Banken und Finanzdienstleister dafür kritisiert, dass sie aus Sicht der Aktivist:innen noch zu stark in fossile Energieträger investieren. Doch jetzt soll dieser Kritik wirklich Nachdruck verliehen werden. „Wir wollen verhindern, dass weiter unsere Zukunft verkauft wird“, sagt Jana Voges, Pressesprecherin für den Aktionstag. Man werde die Banken an ihre Verantwortung für den Klimawandel erinnern, solange sie „weiterhin in klimaschädliche Projekte investieren und damit eine ökologische Wende verhindern“, so die 18-jährige Schülerin. Die Banken hätten „eine gewisse Entscheidungsmacht“, was die Wirtschaft tue – und sie nutzten sie nicht, um die Klimakrise zu stoppen.

Das Kerngeschehen des Aktionstages, zu dem mehrere Tausend Menschen aus mehr als 40 deutschen Städten und auch aus dem europäischen Ausland erwartet werden, soll sich rund ums Bankenviertel abspielen. Ab 15 Uhr ist eine Kundgebung auf dem Opernplatz geplant, danach soll eine Demonstration über die Taunusanlage, die Mainzer Landstraße und den Willy-Brandt-Platz zurück zum Opernplatz führen. Schon ab 14 Uhr soll es mehrere Sternmärsche etwa vom Zoo, von der Bockenheimer Warte und von der Europäischen Zentralbank geben, die sich am Opernplatz vereinen sollen. Parallel ist ein Protestcamp an der Weseler Werft geplant, in dem angereiste Protestierer:innen schlafen sollen.

Fridays for Future in Frankfurt: Sommerferien und Pandemie als Bremsklötze

Wegen der Sommerferien und der Pandemielage sei schwer abzuschätzen, wie groß die Beteiligung letztlich sein werde, so Jana Voges. Die bundesweite Mobilisierung laufe aber gut. „Wir hoffen, dass sehr viele Leute kommen.“ Den ganzen Aktionstag über werde man auf Atemmasken und Abstände achten, auch für das Protestcamp gebe es ein Test- und Hygienekonzept – man sei dazu noch in Gesprächen mit der Stadt.

Um den eigenen Forderungen nach einem wirklichen Umdenken beim Thema Klimaschutz Nachdruck zu verleihen, werde man am 13. August nicht nur demonstrieren, so Voges. Aufgrund der „Dringlichkeit der Klimakrise“ setze man auch auf eine Störung des Alltags durch Aktionen zivilen Ungehorsams, etwa Sitzblockaden vor Banken und Institutionen. Insgesamt werde der Protest aber wie immer völlig friedlich bleiben. Auf der Website zu dem Aktionstag heißt es, man rufe „alle Generationen zum zentralen Klimastreik“ auf, und: „Legen wir den Grundstein für eine klimagerechte Zukunft!“ (Hanning Voigts)

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