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Kontrollen

Prostitution auf Frankfurts Straßen geht trotz Corona weiter

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Die Stadtpolizei kontrolliert dieser Tage vermehrt in zivil. Und sie stellt Verstöße in Hotels und auf der Straße fest. Bußgeldbescheide gibt es für Freier wie Prostituierte.

Seitdem die Bordelle wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurden, ist zahlreichen Prostituierten ihre Wohn- und Lebensgrundlage entzogen worden. Und so gehen viele der Frauen, wie die FR bereits berichtete, jetzt trotz Verbots und der Gefahr, sich mit Covid-19 anzustecken, weiterhin der Prostitution nach – oft geschieht dies auch in Hotels.

Die Stadtpolizei ist derzeit in Zivil unterwegs, um zu ermitteln und „Anbahnungsgeschäfte“ zwischen Prostituierten und Freiern konkret nachzuweisen. Wie das Ordnungsamt mitteilt, gab es am Dienstag eine gemeinsame Schwerpunktkontrolle mit der Steuerfahndung in Frankfurter Hotels. Dabei wurden mehrere Verstöße festgestellt, sowohl Prostituierte als auch Freier bekamen Bußgeldbescheide.

Seit Inkrafttreten der Corona-Verordnung im März seien 45 Ordnungswidrigkeitsanzeigen nach der Sperrgebietsverordnung, 33 Ordnungswidrigkeitsanzeigen nach dem Prostituiertenschutzgesetz (fehlende Anmeldebescheinigung) und sieben Strafanzeigen nach Paragraf 184f des Strafgesetzbuchs (Ausübung verbotener Prostitution) erhoben worden.

Werde man bei einem Anbahnungsgespräch erwischt, würden 120 Euro Bußgeld fällig – für jeden der Beteiligten. Und wenn dies innerhalb kurzer Zeit mehrfach passiert, erfülle sich der Tatbestand der Beharrlichkeit, wodurch man sich strafbar mache. Das Merkmal der Beharrlichkeit sei ab dem vierten Verstoß gegen die Sperrgebietsverordnung erfüllt.

„Wir beobachten eine gewisse Verfestigung der Zustände auf den Straßen des Bahnhofsviertels“, sagt Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU). „Prostitution sollte aber nur unter geschützten und hygienischen Rahmenbedingungen stattfinden, so wie es das Prostituiertenschutzgesetz ja auch vorsieht.“ In sechs Bundesländern sind die Bordelle unter Auflagen wieder eröffnet. Hessen ist nicht dabei.

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