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Teilnehmerinnen einer Integrationssportgruppe machen eine Theraband-Übung.
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Teilnehmerinnen einer Integrationssportgruppe machen eine Theraband-Übung.

Integration

Projekte besser vernetzen

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Die ehrenamtliche Stadträtin für Integration Nargess Eskandari-Grünberg fordert eine noch stärkere interkulturelle Öffnung der Stadt.

Prinzipiell sieht Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) die Stadt in Sachen Integration auf einem guten Weg. Das Bewusstsein für integrationspolitische Aspekte des Zusammenlebens in Frankfurt sei gewachsen, eine neue Dynamik entstanden. „Es gibt neue Ideen und Maßnahmen und neue Kooperationen“, sagte die ehrenamtliche Stadträtin für Integration am Montag bei der Vorstellung des Frankfurter Integrations- und Diversitätsberichts für den Zeitraum 2011 bis 2014. Um dem Ziel einer „Chancengerechtigkeit für Alle“ näher zu kommen, müssen nach Ansicht der Stadträtin all diese Projekte künftig aber künftig besser vernetzt werden.

Die Angebote müssten zudem ständig nachjustiert werden, sagte Eskandari-Grünberg und verwies auf die Herausforderungen, vor die das starke Bevölkerungswachstum die Stadt stelle. Zuletzt hätten zwei Drittel der Zuzügler eine ausländische Staatsbürgerschaft besessen. „Wachsende Stadt heißt: Es wird noch bunter und enger“, sagte sie. Die Stadt komme nicht umhin, das zu akzeptieren und die passenden Antworten parat zu haben.

Nachholbedarf bei der interkulturellen Öffnung sieht Eskandari-Grünberg selbst bei der Stadtverwaltung noch. So sei der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund zu gering, sagte sie. Etwa ein Siebtel der Mitarbeiter hat keinen deutschen Pass. Von den Frankfurtern aber hat fast etwa jeder Zweite Migrationshintergrund. Und die Zahl wird steigen: Von den Kindern unter sechs Jahre hatten schon im Jahr 2012 mehr als zwei Drittel ausländische Wurzeln.

Dass bei Bewerbungen um Stellen in der Stadtverwaltungen nun die interkulturelle Kompetenz der Bewerber eine Rolle spielt, nannte Eskandari-Grünberg als positives Beispiel für die beginnende interkulturelle Öffnung. Sie drückte ihren Wunsch aus, weitere Vereinbarungen zum Thema Integration abzuschließen, etwa für den Bereich Flüchtlinge. Als Vorbild nannte sie den Zehn-Punkte-Plan, auf den sie sich im Jahr 2013 mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) als Personaldezernenten verständigt hatte.

Stärker auf die sich wandelnde Bevölkerung einstellen, muss sich dem Bericht nach etwa der Gesundheitsbereich. Weil Migranten mit Demenz oft ihre deutschen Sprachkenntnisse verlören, sei Mehrsprachigkeit inzwischen eine notwendige Voraussetzung für eine adäquate Pflege, sagte Eskandari-Grünberg.

Für den Kulturbereich wünschte sich die Stadträtin unter anderem mehr muttersprachliche Führungen. Es gelte Barrieren, abzubauen. Sie warb zudem für eine stärkere Zusammenarbeit der Sportvereine mit anderen Akteuren in den Stadtteilen. Per se sei Sport nicht integrativ. Die Angebote müssten zielgerichtet erfolgen, sagte sie.

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