Frankfurt Nord

Probleme mit dem Kindernet

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Der Ortsbeirat fragt nach Inhalten des städtischen Portals.

Taylan Burcu von den Grünen im Ortsbeirat 10 hatte neulich zu tun mit dem Portal kindernetfrankfurt.de. Das soll bei der Vermittlung eines Betreuungsplatzes für Kinder helfen. Doch Burcu musste feststellen, „dass nicht alles rund läuft“. Vor allem Kommunikationsprobleme zwischen Portal, Kita und Antragsteller habe es gegeben.

Daher freut er sich, dass der Ortsbeirat einstimmig beschlossen hat, Fragen zum städtischen kindernet zu stellen. Denn nach Ansicht mehrerer Mitglieder des Gremiums laufe bei der Anwendung nicht immer alles optimal. So berichtet Michael Bartram-Sitzius (SPD), dass er „immer wieder von Menschen aus dem Ortsbezirk angesprochen werde, die sich über das Portal beschweren“. Deshalb soll der Magistrat nun bestimmte Auskünfte erteilen.

So will der Ortsbeirat unter anderem wissen, ob die Zielsetzungen, die Vergabe von Betreuungsplätzen im Ortsbezirk 10 transparenter und gerechter zu gestalten sowie den Aufwand für Eltern und Trägereinrichtungen zu reduzieren, aufgegangen seien. Auch wird gefragt, ob es eine Teilnahmepflicht für Trägereinrichtungen gebe. Dazu zählt Bartram-Sitzius auch Tageseltern oder Erweiterte Schulische Betreuungen. Er wisse von derartigen Trägern im Ortsbezirk, die auf dem Portal nicht auftauchen.

Generell sind alle vertreten

Das kann Jasmin Misev vom Dezernat für Integration und Bildung, bei der Plattform kindernetfrankfurt.de angesiedelt ist, erklären. Generell seien „alle Frankfurter Betreuungseinrichtungen für Kinder im Alter von null Jahren bis zum Ende der Grundschulzeit“ im Portal vertreten. Die Kindertagespflege bilde insofern eine Ausnahme, als das sie wählen können, ob sie ganz normal verzeichnet werden, anonym oder eben gar nicht. Auch bei letzterer Variante sei das Portal trotzdem für den Kontakt zuständig.

152 Tagespflegepersonen machen davon aktuell im Stadtgebiet Gebrauch. Insgesamt seien 843 Träger im System registriert, davon 56 im Ortsbezirk 10.

Gero Gabriel (CDU) freut sich auf die Antworten, denn „die können wichtig für uns alle sein“. Dem schließt sich Burcu an, der seine Anmerkungen nicht als generelle Kritik an dem Portal verstanden wissen will. „Ich bin ein Befürworter des Systems“, betont Burcu. „Aber wenn Kleinigkeiten verbessert werden können, sollten wir das tun.“ Der Antrag könne helfen, die Optimierung des Portals zu konkretisieren.

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