Fantasie ohne Grenzen: Edith Lepplas Album.

Corona Homestory

Probieren wir’s mit Gemütlichkeit gegen Corona

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Singen ist nach wie vor ein beliebter Tipp der FR-Gemeinde für die Zeit des Daheimbleibens - und zwar gemeinsam mit der Nachbarschaft.

Was machen wir heute? Singen. Das ist richtig gesund für Körper und Hirn und: völkerverbindend. Und natürlich nachbarschaftsverbindend. „An den Weiden in Eschersheim gibt es seit dem 22. März täglich um 18 Uhr ein Balkonkonzert für Jung und Alt“, schreibt FR-Leserin Dorothea Korn. „Das Repertoire wurde und wird aktualisiert.“

Es erschallte dort bereits europäisch-einträchtig „Freude schöner Götterfunken“, Reinhard Meys Ode an die derzeitige Himmelsruhe „Über den Wolken“, direkt aus dem Dschungel „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“, das traurig-schöne „Ich wollte nie erwachsen sein“, schon viel lustiger „Mein kleiner grüner Kaktus“ und Nenas unplatzbare „99 Luftballons“. Wer würde da nicht mitsingen wollen?

Ebenfalls am 22. März hat Ulrike Gerdiken ihre Nachbarinnen und Nachbarn zum gemeinsamen Singen eingeladen – kein Zufall: Da waren alle Musizierenden der Republik zur gemeinsamen Ode an die Freude aufgerufen. „Seitdem treffen wir uns jeden Abend an den Balkonen und in den Fenstern zum CHORona-Nachbarschaftsingen.“ 20 bis 30 Leute sind regelmäßig dabei.

Bis kommenden Sonntag geht es auf jeden Fall weiter mit Volksliedern wie „Nun will der Lenz uns grüßen“ oder „Alle Vögel sind schon da“, liebgewonnenen Songs (auch hier: „Über den Wolken“, dann „Lady In Red“ und „Oh Susanna“) und modernen geistlichen Liedern („Zieh den Kreis nicht zu klein“, „Ubi caritas et amor“). Und zum Abschluss: die erste, zweite, dritte und siebte Strophe von „Der Mond ist aufgegangen“.

Feine Sache. Oder man macht was für die Kinder. „Liebes FR-Team“, schreibt Edith Leppla, wie ihr Mann seit fünf Jahrzehnten Rundschau-lesend, „unter den vielfältigen Vorschlägen fehlt noch einer: Kinderbuch für die Enkel schreiben und gestalten.“ Edith Leppla hat eine kleine Fotosammlung mit kleinkindgerechten Reimen erarbeitet und online drucken lassen – „damit unsere Kleinen von einem bis sieben Jahren während dieser langen Zeit des Nicht-sehen-Dürfens ihren Großeltern, Cousins/Cousinen/Onkels/Tanten nahe bleiben“. Foto mit jungem Meisterkoch anbei.

Für ältere Enkel, schlägt sie vor, ließen sich Themen wählen wie „Als unsere Großeltern jung waren“ oder „Als unsere Eltern noch Kinder waren“ – da hat die Fantasie keine Grenzen. Und beim Wühlen in den Fotoarchiven ließe sich vieles neu sortieren, bearbeiten, löschen, um Speicherplatz für Neues und Schönes zu schaffen. „Bleiben Sie alle gesund!“, wünscht die Leserin. Sie auch!

Und damit zu Gudrun Dähnhardt aus Ahmstorf. „Vor Jahren waren Limericks sehr in“, schreibt sie. „Aus einer morgendlichen Blödelei heraus fielen sie mir wieder ein, und ich habe festgestellt, dass es immer wieder Spaß macht, sich welche auszudenken, so wie diesen:

Frau Meier aus Hinterzarten

wollt grad in den Urlaub starten.

Doch dann kam die Krise

nun nutzt sie die Wiese

und urlaubt in ihrem Garten.“

Grandios, Frau Dähnhardt. Wer hat noch einen Tipp fürs Daheimsein? Bitte an: online@fr.de.

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