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Palästinafahnen und Regenschirme bestimmten das Bild.
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Palästinafahnen und Regenschirme bestimmten das Bild.

Frankfurt

Pro-Palästina-Demo in Frankfurt trotz Regen

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Propalästinensischer Protest verläuft am Samstagnachmittag in der Frankfurter Innenstadt friedlich.

Fast sintflutartig stürzte der Regen am Samstagnachmittag vom Himmel. Rund eine Stunde lang schüttete es am Kaisersack vor dem Hauptbahnhof kontinuierlich. Dort harrten einige Dutzend Teilnehmende einer propalästinensischen Demonstration aus und wurden nass bis auf die Haut. Die Polizei war mit starkem Aufgebot vor Ort, um die Demonstration zu sichern. Laut Polizeiangaben verlief der Protest jedoch friedlich.

Rund eine halbe Stunde bevor der Regen einsetzte, hatten sich die Demonstrierenden am Ende der Kaiserstraße getroffen. Sie zögerten loszugehen, weil sie auf weiteren Zulauf hofften, der noch kommen sollte. Auf einem Banner am Kopf der Demonstration war zu lesen: „Es lebe der Widerstand“, darunter eine palästinensische Flagge. Weitere schwarz-rot-weiß-grüne Fahnen wehten im Wind. Eine Frau hielt einige heliumgefüllte Luftballons in denselben Farben an einer Kordel. Auch eine rote Fahne mit der Aufschrift des in Israel verbotenen palästinensischen Netzwerks „Samidoun“ war zu sehen. Von einem Lautsprecherwagen tönte laute Musik.

Noch vor Einsetzen des starken Niederschlags schätzte eine Polizistin die Zahl der Demonstrierenden „mit Ordnern“, die gelbe Warnwesten trugen, auf rund 50. Trotz des Wolkenbruchs blieb die Gruppe in der Mitte des kleinen Platzes mit Abständen zueinander stehen, während sich Passant:innen und Polizeikräfte unter Bäume, in Haus- sowie Geschäftseingänge und unter Sonnenschirme von Lokalen flüchteten. Noch während der Regengüsse kamen weitere Protestierende hinzu. Polizeisprecherin Chantal Emch nannte später 150 Teilnehmende beim Demobeginn am Hauptbahnhof. „In der Spitze gaben die Kollegen bis zu 260 Teilnehmer durch“, sagte Emch.

Bei zunächst weiterhin starkem Regen zogen die Demonstrierenden mit etwa einstündiger Verspätung los. Viele hatten grüne, schwarze, rote und violette Regenschirme aufgespannt. Die Demoroute führte über die Münchener Straße zum Willy-Brandt-Platz und über die Berliner sowie Kurt-Schumacher-Straße an der Konstablerwache vorbei. Als der Regen aufhörte, kamen weitere Teilnehmende dazu. Eine Sprecherin stellte über Mikrofon am Lautsprecherwagen klar: „Wir gehen bei jedem Wetter auf die Straße für Palästina“. Weiter sagte sie: „Die Rufe für Palästina werden laut und stark sein“. Sie sprach sich „gegen Hass, Hetze und Rassismus“ aus und betonte, dass die Demonstrierenden „für Freiheit, Moral und Menschlichkeit“ stünden. Daraufhin skandierten die Demonstrierenden mehrmals, „Free, free Palestine“.

Mit durchgeweichten Pappschildern, auf denen etwa „Intifada heißt Volkswiderstand!“, „Stop Arming Israel!“ (Bewaffnung Israels stoppen) und „Palästina wird nicht schweigen“ stand, zogen die Demonstrierenden durch die Innenstadt und beendeten ihren Protest wie geplant vor der Katharinenkirche an der Hauptwache. Laut Polizeisprecherin Emch blieb die Demonstration bis zum Ende „insgesamt sehr friedlich“.

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