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Keine Flächen für neue Schulen? Frankfurt muss Prioritäten setzen!

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Neue Schulen existieren in Frankfurt bislang nur auf dem Papier - auch, weil Flächen fehlen, wie es heißt. Investoren hingegen finden Grundstücke. Die Stadt Frankfurt für die Bildung mehr Geld in die Hand nehmen. Der Kommentar.

Was war der Jubel vor ein paar Jahren groß. Als die Stadt erstmals nach langer Zeit wieder einen Schulentwicklungsplan vorlegte. Als sie darin endlich wieder erfasste, was in Frankfurt so dringend gebraucht wird: neue Schulen, viele neue Schulen. Nun wird der Plan inzwischen sogar jedes Jahr aktualisiert – und dennoch fehlen weiterhin Schulen in der Stadt.

Denn der beste Plan nützt nichts, wenn er nicht umgesetzt wird. Deshalb müssen dann doch wieder die Schülerinnen und Schüler in zusätzliche Klassen an den Gymnasien reingequetscht werden. Deshalb müssen die Grundschüler und Grundschülerinnen mit Schulbussen in andere Stadtteile gekarrt werden, weil dort gerade noch ein Plätzchen frei ist. Obwohl alle dafür plädieren, dass sie zu Fuß zur Schule gehen sollen, weil sich viele ohnehin zu wenig bewegen.

Lesen Sie dazu: Frankfurt sucht dringend Flächen für neue Schulen

Doch viele Schulen existieren bisher lediglich auf dem Papier, weil die Stadt keine Flächen zum Bauen findet. So heißt es immer. Aber Fakt ist auch: Es wird in Frankfurt gebaut. Investoren finden jedenfalls Grundstücke. Ja, keine Frage, diese Grundstücke sind teuer. Doch es wird in Frankfurt sicher nicht günstiger, eine Liegenschaft zu kaufen. Deshalb muss die Stadt nun Prioritäten setzen und für die Bildung mehr Geld in die Hand nehmen. Sie kann es sich einfach nicht mehr leisten, geeignete Schulstandorte wie damals die School of Finance im Ostend als zu teuer abzutun. Denn keine Schule zu bauen, kann nicht die Lösung für die Zukunft dieser Stadt sein.

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