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Preungesheimer Dschungel

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Von: Thomas Stillbauer

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Es wächst und wächst in Preungesheim.
Es wächst und wächst in Preungesheim. © privat

Enormes Graswachstum macht einem Anwohner Sorgen, doch Rettung naht. Das Grünflächenamt kündigt zeitnahes Mähen an.

Mit der Vegetation ist es wie mit der Ketchupflasche: Erst kommt lange nichts – und dann alles auf einmal. In Preungesheim verhält es sich derzeit offenbar so mit dem Graswachstum.

„Wie im Dschungel“ sehe es dort aus, beschreibt Anwohner und Familienvater Georgios Samartzis, „nicht nur hier in Preungesheim sondern stadtweit“. Kinder könnten so nicht spielen, auch wegen Zeckengefahr, stellte er schon Mitte Mai fest und unterrichtete das Grünflächenamt davon, versehen mit der Bitte, insbesondere im Bereich der Spielplätze im Frankfurter Bogen zum Grasschnitt zu schreiten.

Eine Woche später dasselbe noch einmal, nun mit dem Zusatz „dringend“, zumal es bereits zum Zeckenvorfall gekommen sei. Und gleich noch an Ortsvorsteherin Wera Eiselt (Grüne), die darauf beim Grünflächenamt in Erfahrung brachte, dass „bedingt durch das Wetter, das Gras in letzter Zeit einen enormen Wachstumsschub bekommen hat“. Baldige Mäharbeiten zeichneten sich durchaus ab, konnte sie dem besorgten Vater mitteilen, jedoch: „Dies wird die Zecken nicht sehr vermindern. Die sitzen auch im kurzen Gras und stechen, da hilft nur lange Kleidung und feste Schuhe.“ Auch das Impfen gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis empfahl sie, sofern es das Alter der Kinder zulasse.

Eine weitere Woche später, ohne dass ein Rasenmäher am Horizont aufgetaucht wäre, erreichte der Hilferuf aus dem Dschungel die FR-Redaktion, der Beschwerdeführer empfand die „Nichttätigkeit“ des Grünflächenamts mittlerweile als „Skandal“ und „Unverschämtheit“ – doch es bahnt sich Rettung an.

Wie die FR aus dem Grünflächenamt erfuhr, wäre das Gebiet planmäßig nächste Woche an der Reihe. „Aufgrund der Beschwerde wird die mit der Pflege der Fläche beauftragte Firma die genannten Flächen ,An den drei Hohen‘ und ,Am Lausberg‘ nun vorziehen und noch im Laufe dieser Woche mähen“, kündigte eine Sprecherin an. Gemäht werde laut Pflegeplan auch aus ökologischen Gründen einmal im Monat. „Witterungsbedingt kann es schon mal dazu kommen, dass das Gras etwas höher steht.“ Nicht nur im Preungesheimer Dschungel.

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