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Sportbox als Pilotprojekt im Sportpark Preungesheim

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Von: Fabian Böker

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Im Sportpark Preungesheim wird eine Sportbox aufgestellt.
Im Sportpark Preungesheim wird eine Sportbox aufgestellt. © christoph boeckheler*

Der Ortsbeirat 12 hatte Sportboxen gefordert, aus denen Materialien per App ausgeliehen werden können. Eine wird jetzt aufgestellt, aber im Ortsbezirk 10.

Der Sportpark Preungesheim erhält eine so genannte Sportbox. Aus dieser können Sport- und Spiele-Equipments per App ausgeliehen werden. Dieses Pilotprojekt verkündete der Magistrat jetzt per Stellungnahme als Antwort auf einen Antrag des Ortsbeirates 12 (Kalbach-Rieberg). Der hatte sich eine solche Box zwar in seinem Ortsbezirk gewünscht, aber auch das will der Magistrat für die Zukunft nicht ausschließen.

In seinem ursprünglichen Antrag hatte das Stadtteilgremium als Standorte den westlichen Kätcheslachpark im Bereich Jugendhaus/Streetball-Anlage und die Sportfläche hinter dem Familienzentrum Billabong an der Graf-von-Stauffenberg-Allee vorgeschlagen.

Hintergrund seien die vielen durch die Pandemie weggebrochenen Bewegungsangebote, für die Sportboxen ein niederschwelliger Ersatz sein können. In zahlreichen Bundesländern und Städten – zum Beispiel Hanau, Marburg und Mannheim – gebe es diese Boxen bereits. Aus ihnen lassen sich zum Beispiel Hanteln, Fußbälle und Yogamatten mitnehmen.

Die Box ähnelt einem Stromkasten, in dem Spiel- und Sportmaterialien zum Ausleihen bereit liegen. Die Ausleihe funktioniert über eine App des Anbieters „Sportbox – app and move“. Eine Registrierung kostet einmalig 50 Cent. Danach kann über die App ein Zeitslot gebucht werden, während dem die Box, ähnlich wie bei Carsharing-Angeboten, mit einem Klick geöffnet werden kann. Laut Antragsstellerin Carolin Friedrich (CDU) biete eine solche Box einen einfachen und fast kostenfreien Zugang, um im Freien Sport zu treiben. „Quasi als weiteren Baustein zu den Outdoor Fitness- und Calisthenics-Anlagen.“

Der Magistrat teilt die Ansichten des Ortsbeirates weitestgehend. Die Pandemie habe viele Möglichkeiten genommen, körperlich aktiv zu sein, vor allem Kindern und Jugendlichen. Zudem habe sich die Situation durch diverse Hallensperrungen aufgrund von Flüchtlingsbelegungen weiter verschärft, „so dass es gerade jetzt dringend notwendig ist, neue niederschwellige Angebote jedweder Art für Sport und Bewegung zu schaffen“, so die Stellungnahme.

Dem Magistrat sind Sportboxen bekannt. Eine – im Sportpark Neu-Isenburg –habe er sich auch bereits einmal angesehen. „Aufgrund der überzeugenden Konzeption hat das Sportamt daher Anfang Mai eine Sportbox als Pilotprojekt bestellt.“ Diese wird im Sportpark Preungesheim installiert. Die Kosten belaufen sich auf etwa 20 000 Euro.

Sollte die kurze Erprobungsphase positiv verlaufen, sei es vorgesehen, weitere Sportboxen zu installieren. Standorte und Finanzierungsmöglichkeiten seien jedoch noch zu prüfen.

Für Ortsvorsteherin Ulrike Neißer (Grüne) ist klar, dass sich der Ortsbeirat 12 „sicherlich wieder bewerben wird, falls das Pilotprojekt erfolgreich verläuft“. Und auch wenn es schade sei, dass Kalbach-Riedberg derzeit noch nicht dabei ist, „freue ich mich darüber, dass es ein Pilotprojekt für Sportboxen in Frankfurt geben wird“.

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