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Sankt Christophorus: Schule statt Kirche

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Von: Fabian Böker

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Über die Zukunft der St.-Christophorus-Kirche in der Straße An den Drei Steinen 42c wird viel diskutiert.
Über die Zukunft der St.-Christophorus-Kirche in der Straße An den Drei Steinen 42c wird viel diskutiert. © Monika Müller

Die Stadt prüft derzeit den Kauf des St. Christophorus-Areals. Die Kirche soll dem Sparkurs des Bistums zum Opfer fallen. Die CDU im Ortsbeirat 10 ist gegen den Bau einer Schule auf dem Gelände.

Das Bildungs- und Baudezernat prüft derzeit, ob aus der St. Christophorus-Kirche eine Schule werden könnte. Dazu steht das Amt für Bau und Immobilien im Austausch mit dem Bistum Limburg. Wie Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) mitteilt, werde geprüft, ob eine vierzügige Integrierte Gesamtschule (IGS) auf dem Grundstück zwischen den Straßen Festeburgring, „Auf der Platte“ und „An den Drei Steinen“ Platz finden könnte.

„Der aktuelle Entwurf des Integrierten Schulentwicklungsplans sieht für die Bildungsregion Mitte-Nord den Bedarf eines sechszügigen Gymnasiums – dafür ist die Fläche zu klein – und für eine vierzügige IGS vor“, so die Bildungsdezernentin. „Der Raumbedarf einer vierzügigen IGS kann unter Verwendung angrenzender städtischer Grundstücke aller Voraussicht nach abgebildet werden.“ Darum habe die Stadt dem Bistum ihr Interesse bekundet, das Grundstück zu kaufen.

Hintergrund der Diskussion sind Überlegungen des Bistums, die St. Christophorus-Kirche abzureißen und Teile des Grundstücks zu verkaufen. Wegen sinkender Mitgliederzahlen hat sich das Bistum einen strengen Sparkurs verordnet. Ein Abriss wird in der Gemeinde und im Stadtteil heftig kritisiert. Unter Denkmalschutz steht die Kirche nicht.

Die CDU im Ortsbeirat 10 (Preungesheim, Eckenheim, Bonames, Berkersheim, Frankfurter Berg) spricht sich in einem Antrag für die Sitzung am 8. November gegen den Bau einer Schule am Kirchenstandort aus. Ein solcher Bau sei „nicht sinnvoll realisierbar.“ So bestehe für den unbebauten Teil des Geländes kein Bebauungsplan für eine Schule. Sollte es zu einem Bebauungsplanverfahren kommen, sei mit Einsprüchen und Verzögerungen zu rechnen. Eine Erhaltungssatzung lasse eine Schule nicht zu. Bei der betroffenen Fläche handele es sich um schützenswerte Grünflächen für Frischluft. Die ÖPNV-Anbindungen seien für eine weitere Schule in Preungesheim nicht ausgelegt. Die vorhandenen Flächen seien zu klein, um einen Schul- und Sportbetrieb sicherzustellen. Auch Lärmschutz wäre kaum einzuhalten.

Ortsvorsteherin Wera Eiselt (Grüne) soll Schuldezernentin Sylvia Weber (SPD) in die Ortsbeiratssitzung am 6. Dezember einladen. Sollte dies nicht klappen, soll es eine öffentliche Anhörung am 22. oder 29. November geben. In einem weiteren Antrag fordert die CDU den Magistrat auf, den Abriss des Gotteshauses zu verhindern. bö /msr

Der Ortsbeirat 10 tagt am Dienstag, 8. November, 19.30 Uhr im Saalbau Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2.

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