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Pfarrer Anto Batinic (Mitte) in der Kirche St. Christophorus. Ende November hört er auf.
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Pfarrer Anto Batinic (Mitte) in der Kirche St. Christophorus. Ende November hört er auf.

Preungesheim

Preungesheim: Kampf um Sankt Christophorus geht weiter

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
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Der Magistrat lehnt Umwidmung zur Trauerhalle ab, die der Ortsbeirat 10 vorgeschlagen hatte. Pfarrer Anto Batinic verlässt derweil die Gemeinde zum 30. November.

Die Kirche St. Christophorus in der Straße An den Drei Steinen kann nicht als Trauerhalle genutzt werden. Das teilt der Magistrat mit. Demnach verfügten alle 36 Frankfurter Friedhöfe über Trauerhallen in unterschiedlicher Größe und Ausstattung auf dem jeweiligen Friedhofsgelände. Darüber hinaus sei es „nicht beabsichtigt, weitere Trauerhallen zu errichten oder Gebäude außerhalb der Friedhöfe zu diesem Zweck zu erwerben“. Dafür, so der Magistrat weiter, stünden aktuell keine Mittel zur Verfügung.

Die Idee mit der Trauerhalle war im Ortsbeirat 10 (Preungesheim, Berkersheim, Eckenheim, Bonames, Frankfurter Berg) aufgekommen. Denn der Preungesheimer Friedhof verfügt über keine umfassend geeignete Trauerhalle. Insbesondere bei schlechtem Wetter sowie bei Trauerfeiern mit einer großen Zahl an Besuchern und Besucherinnen führe dies teils zu dem Anlass unpassenden Situationen, hieß es im damaligen Antrag der CDU.

Um die Kirche gibt es seit geraumer Zeit große Diskussionen. Eine Arbeitsgruppe aus dem Bistum Limburg kam nach einer Prüfung zu dem Ergebnis, das Gebäude abreißen zu lassen. Doch innerhalb der Gemeinde gab es erheblichen Widerstand gegen den Abriss. Letztendlich wurde beschlossen, dass das Bistum mehrere Optionen prüfen wird: neben dem Abriss auch eine Umnutzung oder einen Verkauf.

Nach Angaben von Jörg Hellmich, Sprecher der Initiative „St. Christophorus soll leben“, sei allerdings noch niemand auf sie zugekommen, um die Optionen zu besprechen. Der Ortsbeirat 10 hatte sich schon früh positioniert und spricht sich nachdrücklich für den Erhalt des Kirchengebäudes im alten Ortskern aus. Mit dem Antrag auf alternative Nutzung wolle man dazu beitragen, Alternativen aufzuzeigen, argumentierte das Stadteilparlament.

Nicht ganz so einstimmig fiel derweil ein Beschluss aus, der Initiative 2000 Euro aus dem Ortsbeiratsbudget zu geben. Einzelnen Mitgliedern es Gremiums war nicht klar, wofür das Geld verwendet werden soll. Das konnte nun in der jüngsten Sitzung am Dienstagabend konkretisiert werden. Der Zuschuss, der auf einen Antrag der Linken zurückgeht, wird für die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative gewährt.

Derweil ist bekannt geworden, dass Pfarrer Anto Batinic die Pfarrei St. Franziskus zum 30. November verlässt. Das teilt die Pfarrei auf ihrer Homepage und in einem Newsletter mit. Zu den Gründen will Batinic auf Anfrage nichts sagen. Er verweist auf die Abschiedserklärung, in der es heißt: „Ich denke, es ist gut zu gehen, wenn man auch bleiben könnte.“ Damit endet eine Ära. Anto Batinic war vom 1. Juli 2004 bis 2015 Pfarrer der damals noch selbständigen Gemeinden St. Christophorus und Allerheiligste Dreifaltigkeit (Frankfurter Berg). Als dann zum 1. Januar 2015 die beiden und vier weitere Kirchorte zur Pfarrei St. Franziskus zusammengeschlossen wurden, übernahm er die für alle Gemeinden zuständige Pfarrer-Stelle.

Nach 17 Jahren hat er nun dem Limburger Bischof Georg Bätzing seinen Amtsverzicht erklärt, der dieser Bitte nachgekommen ist. Nun wird die Stelle neu ausgeschrieben.

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