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Der Gravensteiner Platz ist vor Autos geschützt.

Preungesheim

Gravensteiner Platz darf nicht befahren werden

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Selbst ein Umzug bildet keine Ausnahme. Das hat das Straßenverkehrsamt einer Familie deutlich gemacht.

Frankfurt - Am Gravensteiner Platz wird es weiterhin keine Ausnahmen geben, den Fußgängerbereich für Umzüge mit dem Auto zu befahren. Das ist das Ergebnis eines Mailverkehrs zwischen einer Anwohnerin und dem Straßenverkehrsamt. Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) will jetzt dafür kämpfen, dass solche Ausnahmen doch erteilt werden.

Anlass der Diskussion ist ein bevorstehender Umzug im Dezember in der Straße Am Klarapfel. Dafür hat die Familie, die nicht namentlich genannt werden möchte, beim Straßenverkehrsamt einen Schlüssel für die Schranke am Gravensteiner Platz beantragt, um mit den Umzugsfahrzeugen möglichst nah ans Haus heranfahren zu können. Diesem Wunsch kam das Amt nicht nach. In der Begründung heißt es, dass Fußgängerzonen einem besonderen Status unterliegen. Dadurch werde der eigentliche Zweck einer solchen Zone – zum Beispiel Aufenthaltsqualität oder Fußgängersicherheit – auch bei Umzügen höher gewichtet als das Einzelinteresse der Umziehenden. Eine Ausnahmegenehmigung sei daher nicht möglich.

Frankfurt: Seit mehr als fünf Jahren dürfen nur Linienbusse auf den Gravensteiner Platz

Eine solche sei auch seit mehr als fünf Jahren am Gravensteiner Platz nicht erteilt worden. Lediglich die Linienbusse dürfen aktuell die Schranke passieren.

Für den Umzug im Dezember sieht das Straßenverkehrsamt keine unzumutbaren Umstände bei einer verweigerten Ausnahme, denn vom Haus bis zu einer Parkfläche seien es lediglich rund 30 Meter. „Diese Wegstrecke wird angesichts der örtlichen Situation als zumutbar angesehen“, heißt es vom Amt.

Ortsvorsteher Robert Lange sieht ein, dass die geltenden Regeln „jetzt so zu berücksichtigen sind“. Allerdings kündigt er an, dass „wir natürlich vor Ort daran arbeiten, nach Möglichkeit doch noch einfachere Ausnahmeregelungen zu erhalten“. Lange zufolge bestehe ein „gewisses öffentliches Interesse aufgrund auch künftig nennenswerter Betroffenheiten bei Umzügen“.

Lange hat daher das Straßenverkehrsamt gebeten, noch einmal zu prüfen, warum die Ausnahmeregelungen am Gravensteiner Platz derart eingeschränkt seien.

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