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Preungesheim gemeinsam gestalten

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Von: Fabian Böker

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Andrea Munzert (l.) und Angela Freiberg vom Preungesheim Quartiersmanagement wollen es ganz genaus wissen von den Menschen in Preungesheim.
Andrea Munzert (l.) und Angela Freiberg vom Preungesheim Quartiersmanagement wollen es ganz genaus wissen von den Menschen in Preungesheim. © hamerski

Unter dem Motto „Preungesheim geht uns alle an“ befragt das Quartiersmanagement derzeit die Menschen des nördlichen Stadtteils, was sich für sie in ihrem direkten Umfeld in Zukunft ändern soll. Die Ergebnisse sollen im September in einer Ausstellung vorgestellt und anschließend in Projekten umgesetzt werden.

Seit Wochen wird das 1250-jährige Bestehen Preungesheims gefeiert. Das Quartiersmanagement des nördlichen Stadtteils will nun in die Zukunft blicken. Noch bis zum 15. August laufen Vorbereitungen zu einer Zukunftswerkstatt. „Im Festjahr möchten wir mit den Bewohner:innen neue Ideen und Projekte umsetzen“, erklärt Quartiersmanagerin Angela Freiberg.

Unter dem Motto „Preungesheim geht uns alle an!“ sind die Bürgerinnen und Bürger derzeit angehalten, ihre Themen, Wünsche und Ideen für den nördlichen Stadtteil einzubringen. Um ein genaues Stimmungsbild von den Menschen in Preungesheim zu erhalten, schlagen Freiberg und ihre Kollegin Andrea Munzert verschiedene Wege ein: Sie befragen die Menschen online, sie gehen mit ihnen durch den Stadtteil und führen mit ihnen Gespräche.

Bei der Online-Befragung möchten die beiden Quartiersmanagerinnen von den Menschen in Preungesheim wissen, ob sie sich wohl fühlen in ihrer Nachbarschaft, ob sie zufrieden mit der Infrastruktur des Stadtteils sind und ob sie in Preungesheim bleiben würden, wenn sie ihren Wohnort frei wählen könnten. Kinder und Jugendliche können ihre drei Lieblingsorte im Stadtteil nennen, eine Top Ten der Freizeitaktivitäten auswählen oder angeben, was sie in Preungesheim verbessern würden.

Bisher gab es rund 50 Rückmeldungen. Mit der Beteiligung seien die beiden Quartiersmanagerinnen zufrieden, sagt Freiberg. Immer wieder hätten die Befragten angegeben, dass sie sich prinzipiell sehr wohl fühlten in ihrem Stadtteil, aber mehr Orte für Kunst und Kultur, mehr Hortplätze und mehr Lernangebote wünschten.

Das Programm zum Jubiläum

Anlässlich des 1250-jährigen Bestehens des Stadtteils Preungesheim stehen noch einige Veranstaltungen bis September an.

Am heutigen Samstag, 16. Juli, lädt die Aufsuchende Jugendarbeit von 17 bis 19 Uhr zum „Holidays are coming, Grill & Chill“ in den „Awesome Park“, Am Borsdorfer, ein. Dabei können Jugendliche das Schuljahr ausklingen lassen, mit Musik, Essen, Trinken, Sommerspielen und Chill-Out-Zone.

Am Sonntag, 17. Juli, findet ein ökumenischer Gottesdienst auf dem Gravensteiner Platz statt, gestaltet von der St. Christophorus-, Festeburg- und Kreuzgemeinde. Das Motto lautet „Verbunden in Preungesheim“. Beginn ist um 11 Uhr.

Am Mittwoch, 20. Juli, findet am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus’ an der JVA, Auf der Platte / Homburger Landstraße, um 15 Uhr ein Gedenken statt. Das Mahnmal wurde am 20. Juli 1962 errichtet.

Am Donnerstag, 21. Juli, wird um 11 Uhr auf dem Preungesheimer Friedhof eine neue Ehrentafel enthüllt. Sie erinnert an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und hatte wegen ihres Textes für Diskussionen gesorgt.

Das große Jubiläumsfest wird am Samstag, 10. September, auf dem Gravensteiner Platz gefeiert. Vereinsring, Nachbarschaftsverein und Quartiersmanagement laden zu Reden, Ehrungen der Ortsältesten, Live-Musik und einem Markt der Möglichkeiten ein. Da die VGF 150 Jahre Trambahn feiert, wird auf der Strecke der Linie 18 eine historische Straßenbahn fahren.

Das Jubiläumskonzert erklingt am Sonntag, 11. September, um 18 Uhr in der Festeburgkirche, An der Wolfsweide 58.

Den Abschluss der Feierlichkeiten bildet am Sonntag, 18. September, der Preungesheimer Dorflauf. Infos zur Anmeldung im Internet unter www.tv-preungesheim.de. bö

Bei Stadtteilrundgängen, die Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences mit Kindern und Jugendlichen unternahmen, wünschten sich viele eine Skate- oder Parcours-Anlage. Ein Kind, so Freiberg, wollte, dass der Rolli-Platz in der Karl-Kirchner-Siedlung wieder für Inlineskates befahrbar gemacht wird. „Da ich kurz zuvor mit der zuständigen Stelle bei der Stadt gesprochen hatte, wusste ich, dass die Fläche im Sommer saniert wird. Dem Wunsch kann also entsprochen werden“, sagt die Quartiersmanagerin und freut sich.

Ferner gab es in diesem Monat zwei so genannte Frauen-Impulswerkstätten mit jeweils rund 40 Teilnehmerinnen. Gemeinsam verständigten sie sich darauf, bei der Gestaltung des Stadtteils mithelfen zu wollen. Die Aufsuchende Jugendarbeit kam bisher mit etwa 100 Kindern ins Gespräch.

Die Ergebnisse der Umfrage und Gespräche sollen in einer Ausstellung wiedergegeben werden, die am Freitag, 9. September, von 12 bis 18 Uhr und am Samstag, 10. September, von 10 bis 17 Uhr, auf dem Gravensteiner Platz zu sehen sein wird.

„Mit der Ausstellung wollen wir die Menschen ermutigen, sich langfristig im Stadtteil zu engagieren“, erläutert Freiberg das Ziel. Das Quartiersmanagement will anhand der Schau Gruppen mit ähnlichen Interessen zusammenführen, damit diese Projekte umsetzen können. „Hilfe zur Selbsthilfe also“, sagt Freiberg. „Die Schwerpunkte setzen die Menschen selbst.“

Informationen zum Projekt des Quartiersmanagement gibt es unter preungesheim.net/zukunftswerkstadt-preungesheim/

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