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Peter Hofer und Jörg Hellmich (v.l.) wollen die Sankt Christophoruskirche in Preungesheim erhalten.
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Peter Hofer und Jörg Hellmich (v.l.) wollen die Sankt Christophoruskirche in Preungesheim erhalten.

Preungesheim

Petition gegen Abriss der Sankt Christophoruskirche

Trotz eines Schreibens des Bistums Limburg, das die Gründe für den Abriss der St. Christophoruskirche erläutert, will die Initiative „St. Christophorus muss leben“ weiter für den Erhalt des katholischen Gotteshauses in der Straße An den drei Steinen kämpfen.

Trotz eines aktuellen Schreibens des Bistums Limburg, das die Gründe für den Abriss der St. Christophoruskirche erläutert, will die Initiative „St. Christophorus muss leben“ weiter für den Erhalt des katholischen Gotteshauses in der Straße An den drei Steinen kämpfen.

Unter dem Titel „Verständnis für Reaktionen auf schmerzhaften Vorschlag“ hat sich das Bistum erneut zu Wort gemeldet. Im September waren die Pläne zum Kirchenabriss in Preungesheim bekannt geworden, vor wenigen Wochen formierte sich bei den Gemeindemitgliedern Widerstand. Nun wolle das Bistum nach eigenem Bekunden mit einem neuen Bericht der mit der Immobilienstrategie betrauten Arbeitsgruppe aufzeigen, „wie drängend die Situation ist“.

Demnach sei St. Christophorus bei einer Bewertung aller Immobilien von der Diözese Limburg bereits 2007 in der Kategorie rot eingestuft worden. Rot bedeute „pastoral nicht mehr benötigt“. Zuschüsse wurden ab dann gestrichen. Das habe bis heute zu einem Sanierungsstau geführt. Weitere Überprüfungen ergaben, dass das Gemeindehaus aufgrund der hohen Kosten nicht mehr zu sanieren sei. Gleiches gelte für den Kirchenbau.

Entscheidend sei auch, dass die Zahl der Gemeindemitglieder sinke. Trotz fehlender Kirche sei es aber möglich, vor Ort pastorale Angebote zu machen. Der nächste Kirchort sei nur einen Kilometer entfernt, eine ökumenische Zusammenarbeit mit evangelischen Gemeinden möglich.

Das alles bestreitet Peter Hofer nicht. Hofer ist Erster Vorsitzender der Initiative, die sich zu einem Kirchenverein für den Erhalt des Gotteshauses zusammengeschlossen hat. Ihn ärgert das Schreiben des Bistums dennoch. Er vermisst eine Auseinandersetzung mit den Argumenten, die die Initiative zusammengetragen hat.

So hat diese längst ein Konzept vorgelegt, wie etwa ein neues Gemeindezentrum in die Kirche integriert werden könnte (die FR berichtete). Auch konkrete Vorschläge zur Finanzierung, kurz- wie langfristig, liegen dem Bistum vor.

Überdies glaubt die Initiative nicht, dass die Mitgliederzahl künftig weiter stetig sinken wird und beruft sich auf Zahlen der statistischen Ämter von Bund, Land und Stadt. Demnach steige die Bevölkerungszahl in Preungesheim bis 2040 um etwa 20 Prozent. Daraus schließt die Initiative, dass auch die Zahl der Katholiken und damit potenzieller Gemeindemitglieder steige.

Das Bistum indes gibt die hohe Zahl an Kirchenaustritten als Grund an, dass es trotz Zuzug nicht mehr Gemeindemitglieder geben wird.

Nun will die Initiative per Online-Petition gegen den Kirchenabriss mobil machen. 500 virtuelle Unterschriften sollen zusammen kommen. Zu finden ist die Petition im Internet unter https://www.openpetition.de/petition/online/kein-abriss-der-schiffskirche-st-christophorus-unsere-gemeinde-soll-weiterleben.

Peter Hofer und Jörg Hellmich (v.l.) sind für den Erhalt. Sauda

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