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Preungesheim

Kölner Teller für die Sigmund-Freud-Straße

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
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Der Elternbeirat des Kinderzentrums in der Sigmund-Freud-Straße will die Kinder besser vir dem Verkehr schützen. Sie fordern Poller und so genannte Kölner Teller auf der Straße. Der Ortsbeirat schlägt einen Termin vor Ort vor.

Wenn Olaf Rother durch die Sigmund-Freud-Straße in Eckenheim läuft, ist er froh, kein Kind mehr zu sein. Denn für die, so der Vorsitzende des Elternbeirats des Kinderzentrums (Kiz) 117 in der Sigmund-Freud-Straße 78, ist der Weg dort mit einigen Gefahren versehen. Dem will der Elternbeirat nun entgegenwirken. Mit einem Schreiben hat er sich an den Ortsbeirat 10 gewandt.

Drei konkrete Problemstellen haben die Elternvertreter:innen ausgemacht. Die erste befindet sich an der Ecke zur Adolf-Leweke-Straße, direkt neben dem Kiz. Dort gibt es einen abgesenkten Bordstein, der einen Übergang über die Straße ermöglichen soll. Doch dieser, schreiben die Eltern in ihrem Brief, „ist regelmäßig durch parkende Autos verstellt“: ein „problematisches Nadelöhr für unsere Fahrrad fahrenden Kinder, Eltern mit Kinderwagen und Sichtblockade für Kinder, die sich zu Fuß bewegen“. Die Lösung aus Sicht des Beirats: Die Bordsteinabsenkung solle mit rot-weißen Rammschutzpollern abgesichert werden.

Poller fordern die Eltern auch an einer zweiten Stelle, rund um die Kreuzung von Sigmund-Freud-Straße und Niederbornstraße. Dort werde „täglich über die markierten Parkflächen hinaus geparkt“. Für Fahrradfahrer:innen sei der Verkehr dann nicht sichtbar, und das sei gerade für Kinder mit einer niedrigen Sichthöhe ein Problem. Poller sollen daher die Stellen vor den markierten Parkflächen unbenutzbar machen.

Auf beiden Seiten der langgezogenen Kurve, die die Sigmund-Freud-Straße im Kreuzungsbereich macht, sollen zudem so genannte Kölner Teller installiert werden. Das sind runde Teller, die – als Huckel auf die Straße gesetzt – die Geschwindigkeit der Autos reduzieren sollen. Denn die Autos seien trotz der geltenden Tempo-30-Regelung oft schneller unterwegs. „Ich kann das jeden Tag beobachten, ich wohne genau dort“, sagt Olaf Rother.

Die „Kölner Teller“ hätten einen weiteren Vorteil: Eine generelle Erhöhung der Fahrbahn sei in der Vergangenheit immer von der Stadt abgewiesen worden. Als Begründung verwies sie auf die Busse der Linie 39, die diese Stelle dann nicht mehr passieren könnten. „Mit den Tellern würde dieses Argument nicht mehr greifen“, hofft Rother.

Hoffnung kam auch kürzlich auf, als in der Sigmund-Freud-Straße an den Leitungen gearbeitet wurden. Weil dafür ein Bürgersteig gesperrt werden musste, wurde direkt vor dem Kiz ein temporärer Zebrastreifen aufgemalt. „Da haben wir geträumt, was alles möglich wäre“, erinnert sich Olaf Rother. Denn so ein Zebrastreifen würde verhindern, dass die Kinder stets zur nächsten Ampel an der Kreuzung zur Wein- und Gießener Straße gehen müssten. Zwar wissen die Eltern, dass Parkplätze wegfallen, wenn der Zebrastreifen vor dem Kinderzentrum bliebe. Aber: „Man muss sich eben überlegen, was einem wichtiger ist: Parkplätze für Autos oder die Sicherheit der Kinder?“

Um dieser Frage nachzugehen, soll es eine Begehung vor Ort geben. Das schlägt Ortsvorsteherin Wera Eiselt (Grüne) vor, die das Anliegen des Elternbeirates an das Amt für Straßenbau und Erschließung weitergegeben hat. Dort wolle man diesen Vorschlag prüfen, heißt es. „Wir wollen dann mal schauen, was möglich ist“, so Eiselt. Sie findet: „Die Sigmund-Freud-Straße muss kinderfreundlicher gestaltet werden.“

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