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Alexandra Pater ist die neue Kinderbeauftragte in Preungesheim.
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Alexandra Pater ist die neue Kinderbeauftragte in Preungesheim.

Preungesheim

Für Kinder in Preungesheim stark machen

  • VonFriedrich Reinhardt
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Alexandra Pater ist neue Kinderbeauftragte im Stadtteil - und weiß noch nicht so recht, was sie erwartet.

Es ist eine schwierige Situation, in der Alexandra Pater das Ehrenamt der Preungsheimer Kinderbeauftragten übernommen hat. Schwierig für die Kinder und für die 28 Jahre alte Pädagogin. „Seit 2020 haben viele gewartet, dass Corona vorbeigeht“, sagt Pater. Angebote für Kinder sind deshalb teils abgesagt, teils auf die Wartebank gesetzt worden. „Jetzt ist klar: Wir müssen Kindheit mit Corona gestalten.“

Was das genau heißt? Pater bleibt noch vage angesichts des Widerspruchs, dass es einerseits Angebote geben müsste, wo Kinder zusammenkommen könnten, und andererseits die Pandemie und die derzeit hohen Infektionszahlen genau das Gegenteil verlangen. Das Pater so vage bleibt, hat einen einfachen Grund: So recht ist sie in ihrem neuen Ehrenamt noch nicht angekommen. Im Mai ist die Pädagogin, die in einer kleinen Kita im Nordend arbeitet und auch für die Grünen im Ortsbeirat 10 (Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg, Preungesheim) sitzt, als Kinderbeauftragte gewählt worden. „Es ist schwierig, mit den Preungesheimern in Kontakt zu treten, weil die Feste und Veranstaltungen im Stadtteil wegen der Pandemie ausfallen.“

Kontakt

Alexandra Pater ist per Mail an mail@alexandrapater.de erreichbar.

Paters politisches Engagement begann am 11. März 2011 mit dem Reaktorunfall von Fukushima. Diese Katastrophe habe ihr als Atomkraftgegnerin klargemacht, da müsse etwas passieren. Sie trat den Grünen bei. 2015 wurde sie in den Bundesvorstand der Grünen Jugend gewählt, wurde frauenpolitische Sprecherin und Schatzmeisterin.

Viel erfährt man über Pater auf Twitter. Dort steht etwa: „Was es mit meinem Kinderwunsch gemacht hat, dass ich im Ernstfall keine Hebamme finden würde, um einen Krippenplatz betteln müsste, auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert würde? Inzwischen denke ich, ein Hund reicht auch – wenn mein Vermieter es erlaubt.“ Man liest aber auch, dass sie ironisch und witzig ist, dreifach geimpft ist und trotzdem wegen der hohen Infektionszahlen seit Ende November mit Freunden lieber spazieren geht, statt sich drinnen zu treffen.

2016 zog Pater nach einem Studium der Frühpädagogik und einem Master in Personal- und Organisationsentwicklung in Gießen nach Frankfurt. 2020 schied sie altersbedingt aus der Grünen Jugend aus und entschied sich, lokalpolitisch aktiv zu werden. Nun, in ihrer neuen Rolle als Kinderbeauftragte, wolle sie sich „für Kinder starkmachen“. Also: Die Perspektive von Kindern ernst nehmen und sie in politische Entscheidungen einbeziehen.

Ein aktuelles Beispiel in Preungesheim wäre dafür der Gravensteiner Platz. Ortsbeirat und Magistrat sprechen seit einiger Zeit über einen generationenübergreifenden Umbau. Was sagt Pater dazu? „Na ja, Kinder können beim Spielen aus allem etwas machen, auf der Sitzmauer dort klettern zum Beispiel. Aber bei der Planung des Platzes ist sicher nicht an Kinder gedacht worden.“ Sie würde sich eine offene Spielecke für den Platz wünschen. „Sie muss nicht abgegrenzt werden, Kinder wollen auch mit Erwachsenen in Kontakt kommen.“

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