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Sie geht mit Wehmut, aber „leichten Herzens“: Schulleiterin Ursula Grimm.

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Preungesheim: Schulleiterin  geht in den Ruhestand

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Ursula Grimm, Leiterin der Liesel-Oestreicher-Schule, freut sich auf ihren Ruhestand. Ihre Schule sieht sie in guten Händen.

Keine Termine, keine Pläne. Ursula Grimm, die am heutigen Donnerstag ihren letzten Tag als Schulleiterin als der Liesel-Oestreicher-Schule hat, weiß ganz genau, auf welche Aspekte ihres Ruhestandes sie sich am meisten freut. „Das Lehrerleben bestand aus so vielen Terminen, man musste ständig irgend etwas planen. Das hat nun ein Ende.“

Deswegen hat sich die 65-Jährige auch erst einmal nichts vorgenommen für ihre freie Zeit. „Ich freue mich vor allem darauf, den Wecker auszumachen und den Tag auf mich zukommen zu lassen. Ich will jetzt meine Freiheit genießen.“ Sie will Urlaub machen, viel lesen, viel Zeit in der Natur verbringen, viel Fahrrad fahren.

Letzteres hat sie auch bisher schon viel gemacht. Auf der Homepage der Grundschule im Boskoopstraße 6 heißt es, von Schülerhand verfasst: „Das ist Frau Grimm. Sie kommt jeden Tag mit dem Fahrrad zur Schule.“ Seit drei, vier Jahren „aber nur noch bei gutem Wetter“, räumt die in Bornheim wohnende Schulleiterin ein. Jetzt muss sie sich andere Ziele suchen.

„Mit ein bisschen Wehmut“ denkt sie an ihre Laufbahn als Lehrerin zurück. Fast 43 Jahre hat Grimm im Schuldienst verbracht. Erst als Referendarin in Alsbach-Hähnlein, dann an der Kerschensteiner Schule in Hausen, dann an der Ebelfeldschule in Praunheim und seit 2008 an der Liesel-Oestreicher-Schule. 2012 übernahm sie kommissarisch die Leitung, wurde dann ganz offiziell erst Konrektorin, später Schulleiterin. Seitdem sei viel geschehen, sagt Ursula Grimm im Rückblick. Viele Projekte wurden realisiert. Sie denkt in erster Linie an den vom Kollegium beschlossenen Abschied vom flexiblen Schulanfang. Zwei Jahre habe man mitgemacht und Kinder der ersten und zweiten Jahrgänge gemeinsam unterrichtet. „Aber das passte einfach nicht zu uns“, sagt die Leiterin. „Kinder brauchen Kontinuität.“

Preungesheim: Abschiedsfeier rührt Ursula Grimm

Die haben sie unter anderem durch regelmäßige Projekte bekommen. Alle vier Jahre ein Zirkus, den die Schüler mitgestaltet haben, alle zwei Jahre ein Weihnachtsmarkt, dessen Erlös gespendet wurde. „Das war immer ein Höhepunkt“, sagt Grimm, „wir können nicht immer nur nehmen, wir müssen auch geben“. Zudem gab es jedes Jahr einen Sponsorenlauf von dem der Förderverein profitiert hat.

Nun geht Ursula Grimm „guten Mutes und leichten Herzens“ in Rente, denn sie sieht die Schule „in guten Händen“, in denen der zwei Konrektoren Asina Schwarz und Thilo Schulz.

Die beiden waren auch vergangenen Dienstag bei der offiziellen Abschiedsfeier der Schule involviert. Eine Feier, die Grimm sehr gerührt hat. Ergriffen spricht sie von den 365 Wünschen, die ihr von den Kindern mitgegeben wurden. Jeder einzelne auf Papier, für jeden einzelnen Tag des kommenden Jahres. Am Freitag schaut sie sich den ersten Wunsch an. Auch Rosen gab es, von jeder Klasse eine. Am Nachmittag war dann das Kollegium an der Reihe. „Ich werde wohl eine gewisse Zeit brauchen, bis alles durchgesickert ist“, sagt Grimm. Zeit, die sie jetzt hat.

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