Der Spielplatz „Rolli“ beim Nachbarschaftsfest in der Karl-Kirchner-Siedlung 2018. Inzwischen sind die Hüpfspiele kaum noch zu sehen.
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Der Spielplatz „Rolli“ beim Nachbarschaftsfest in der Karl-Kirchner-Siedlung 2018. Inzwischen sind die Hüpfspiele kaum noch zu sehen.

Preungesheim

Farbe für Spielplatz in Preungesheim

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Kinder und die Künstlerin Thekra Jaziri gestalten die Anlage in der Karl-Kirchner-Siedlung neu. Die Mädchen und Jungen sollen sich über Workshops einbringen können.

Es ist etwas mehr als zwei Jahre her, da haben Kinder gemeinsam mit der Künstlerin Thekra Jaziri aus Offenbach die Bodenfläche des Spielplatzes in der Karl-Kirchner-Siedlung bemalt. Nun ist die Farbe weitestgehend abgeblättert. Doch damit will sich Quartiersmanagerin Angela Freiberg nicht abfinden. Der graue Platz soll jetzt dauerhaft bunt werden.

Dafür hat sich Freiberg einerseits wieder Thekra Jaziri ins Boot geholt. Andererseits werden aber auch erneut die Kinder, die den wegen der früher dort vorhandenen Rollschuhbahn „Rolli“ genannten Spielplatz nutzen, eingebunden. Sie werden das in Form eines Workshops, der zum Jahresende stattfinden soll.

Dabei entwerfen die Kinder gemeinsam mit der Künstlerin Hüpfspiele für die Betonfläche. So hatten sie es auch schon 2018 gemacht, bei der Eröffnung des neu gestalteten Spielplatzes war den Kindern damals anzumerken, wie sehr sie sich freuen, etwas zu nutzen, dass sie selbst kreiert haben. „Das Projekt damals war so etwas wie ein Testballon“, sagt Angela Freiberg. Es kam gut an, doch es war klar, dass die Farbe aus dem Baumarkt nicht ewig halten wird. „Die Farben leuchten nicht mehr, an einigen Stellen sind sie gar nicht mehr zu sehen.“

Da Kinder und Anwohner aber weiterhin einen bunten Rolli haben wollen, wird „das Ganze nun verstetigt“, wie es Freiberg ausdrückt. Dabei wird dem Workshop in keinster Weise vorgegriffen. Es könne sein, so Freiberg, das manche der schon aufgemalten Hüpfspiele bleiben und nur ausgebessert werden; andere kämen neu hinzu. „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.“

Wohl aber vielleicht der Umsetzbarkeit, denn natürlich macht die Corona-Pandemie um ein derartiges Projekt keinen Umweg. Aber auch diesbezüglich ist die Quartiersmanagerin guter Dinge. „Wir müssen dann eben hybride Formate entwickeln.“ Das bedeutet konkret, dass die ersten Termine zwischen der international gefragten Künstlerin und den Kindern, die aus der AWO-Kita und dem Kinderzentrum Jaspertstraße kommen, beispielsweise per Videokonferenz bewältigt werden können.

Denkbar wäre etwa, dass die Beteiligten auf diese Weise erst einmal Ideen entwickeln, die Kinder diese dann bis zum nächsten Termin ausgestalten und so das Projekt nach und nach Gestalt annimmt, unter Einhaltung aller Abstandsregeln.

Die Umsetzung selbst muss die Künstlerin dann später sowieso alleine machen, denn die zum Einsatz kommenden Farben sind hochgiftig. Angela Freiberg hofft, dass der aktuell nicht mehr ganz so bunte Beton „in der Gutwetterphase 2021“ wieder erstrahlt.

Die Genehmigung des Grünflächenamtes für das Projekt liegt bereits vor. Der zuständige Ortsbeirat 10 hat beschlossen, 5000 Euro aus seinem Budget dazu zu geben, womit die Finanzierung steht. Der Rest kommt aus dem kommunalen Programm „Aktive Nachbarschaft“, über das auch das Quartiersmanagement läuft.

Neben der Bodenfläche gibt es noch eine weitere Baustelle am Rolli. An den Trimm-Dich-Geräten sind mehrere Bodenplatten locker. Nach einstimmigem Beschluss des Ortsbeirates sollen diese „gefährlichen Stolperfallen“, wie es die CDU nennt, behoben werden, um die Unfallgefahr zu beseitigen.

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