Preungesheim

Preungesheim: Diskussion über AWO-Kita

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Grünen-Antrag stößt auf Unmut im Ortsbeirat. Fraktionen wollen AWO-Mitarbeiter nicht unter Generalverdacht stellen.

Die AWO-Affäre hat nun auch den Ortsbeirat 10 erreicht. Ein entsprechender Antrag der Grünen wurde zwar wieder zurückgezogen, sorgte aber für eine intensive Diskussion innerhalb des nördlichen Stadtteilgremiums.

Die Grünen hatten gefordert, der Magistrat solle berichten, ob die Abrechnungen der AWO-Kita in Preungesheim, dem Alfred-Marchand-Haus, überprüft worden seien. Hintergrund ist der Skandal um einzelne ehemalige Führungskräfte der AWO, die unrechtmäßige Rechungen vorgelegt haben sollen.

Dieser Antrag kam nicht bei allen gut an. Lothar Kramer von den Linken etwa monierte, dass eine einzelne Einrichtung herausgegriffen werde. Zwar sei das Verhalten mancher AWO-Kräfte „mafiös und kriminell“, aber jetzt „noch einmal reinzuschlagen“, das würde am Thema vorbeiführen.

Der Kritik schlossen sich weitere Gremiumsmitglieder an. So fragte sich Julian Langner (FDP), „warum man jetzt ein Schlaglicht auf eine Kita“ werfen müsse. Sein Fraktionskollege Andreas Eggenwirth geißelte den falschen Zeitpunkt des Antrages, in „einem schwebenden Verfahren“. Auf dieses bezog sich auch Dirk Peglow von der CDU, der darauf hinwies, dass man wegen des laufenden Verfahrens keine detaillierten Informationen bekäme. Die Nachfrage an sich sei aber berechtigt.

Das fand auch Gero Gabriel, Fraktionsvorsitzender der CDU. Seine Fraktion wollte dem Antrag daher auch ursprünglich zustimmen. Doch die zahlreichen kritischen Stimmen hätten ihn nun zweifeln lassen. Der Antrag hätte „im Einzelfall, an einer Kita festgemacht, aber eben jene Kita, deren Leitung und die Mitarbeiter unter einen Generalverdacht gestellt“. So hätte die CDU ihm nicht zugestimmt.

Musste sie am Ende auch nicht, denn Wera Eiselt von den Grünen nahm den Antrag zurück. Sie stellte klar, dass sie gerade keinen Generalverdacht gegen die Preungesheimer Kita schüren wollte. Vielmehr hätte gezeigt werden sollen, dass die Verantwortlichen des Alfred-Marchand-Hauses korrekt gehandelt haben, wovon sie und ihre Fraktion ausgehen.

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