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Premiere von neuer „Holiday on Ice“-Show in Frankfurt gefeiert

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Von: Kathrin Rosendorff

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Beeindruckend sind nicht nur die Choreographie, sondern auch die fantasievollen Kostüme.
Beeindruckend sind nicht nur die Choreographie, sondern auch die fantasievollen Kostüme. © Rolf Oeser

„Holiday on Ice“ begeistert bei der Frankfurter Premiere von „ A new Day“ das Publikum in der Festhalle mit Salti, perfekten Choreos und einer besonderen Lichtershow und knallbunten Kostümen.

Selbst Albert Einstein hat einen Cameo-Auftritt auf dem Eis. Überhaupt ist es eine knallbunte Show: Breakdancer in Glitzer-Outfits, die fast schon mit dem Gesicht auf dem Eis liegen und dabei noch elegant gleiten, Tänzerinnen in Barockkostümen, Feenwesen in fantasievollen Roben (vom bunten Schmetterling bis zum schwarzen Morph-Anzug) und ein überdimensionaler Pharao. Zwei männliche Artisten in bauchfreien Lederoptik-Tops turnen als Paar weit oben an Seilen gesichert in der Luft.

Auf dem Eis gibt es bei der Premiere der neuen „Holiday on Ice“-Show namens „A new day“ am Dienstagabend in der Frankfurter Festhalle perfekt durchgestylte Tanzchoreos des 40-köpfigen Ensembles, aber eben auch beeindruckende Pirouetten, Salti, Hebefiguren und Stunts. Bei einem Paarlauf hält der Protagonist seine Partnerin an ihrem Schlittschuh fest und wirbelt sie wenige Zentimeter über dem Eis. Auch die Einzeldarbietungen begeistern das Publikum in der Festhalle, wo kaum ein Platz frei bleibt.

Immer wieder gibt es Zwischenapplaus. So auch bei den zwei Auftritten von Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron. Das Goldmedaillengewinner-Paar im Eistanz bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking ist als Gaststar exklusiv nur bei der Premiere dabei. Zwei Stunden dauert die Show, langweilig wird es nie. Immer passiert etwas, die Bewegungen sind teilweise so temporeich, dass es schwer ist, diese als Video mit dem Smartphone festzuhalten, weil die Artist:innen so schnell an einer anderen Stelle der Eisfläche sind. In einem Moment steht das Eis tatsächlich in Flammen. Es riecht da kurz wie nach dem Böllern an Silvester. Die Musik reicht von klassisch-dramatisch bis zu fröhlichen Tanz-Popsongs wie Justin Biebers „What Do You Mean?“ und „Shut Up and Dance“ von Walk the Moon. Bei diesem Song verlassen ein paar der Künstler:innen die Eisfläche und stehen wenige Meter von der ersten Reihe auf dem roten Teppich auf ihren Schlittschuhen und tanzen. Am liebsten würde man mittanzen.

Karten für die Show

Die Show „ A new day“ von Holiday on Ice gastiert noch bis zum 8. Januar in der Frankfurter Festhalle, Ludwig-Erhard-Anlage 1. Es gibt täglich zwei Vorstellungen. Bis einschließlich 7. Januar sind diese um 16.30 und 20 Uhr. Am 8. Januar sind die Shows um 13 und 16 Uhr. rose

Die Tickets gibt es ab 38, 40 Euro. Es gibt zudem Familienrabatte für Kinder bis 15 Jahre. Alle Preise und Infos sind im Internet unter: www.eventim.de

„Die Show ist super, die fliegen alle übers Eis“, sagt Zuschauerin Katrin. Die 40-Jährige war das letzte Mal als Kind bei einer Show von Holiday on Ice. „Jetzt aber bin ich schon etwas angefixt“, sagt sie und lacht. Man kann schon Tickets fürs nächste Jahr kaufen, da wird die berühmte Eisshow 80 Jahre alt.

Ganz besonders glücklich ist Mechthild Winter aus Mühlheim-Lämmerspiel. Seit Jahren ist sie ein treuer „Holiday on Ice“- Fan: „Zwei Jahre gab es wegen der Pandemie keine Show. Ich war auf Entzug. Die Kostüme sind wie immer einmalig. Die Show ist klasse. Diesmal ist die Lichtshow aber ganz besonders“, sagt sie, und ihr Mann stimmt ihr mit einem Nicken zu. 230 Scheinwerfer und bewegliche Lichtelemente sind Teil der Show, auf Teile der Kostüme wurden per Hand 3200 LEDs aufgenäht. So leuchten in einer Szene bei den Eiskunstläuferinnen auch unter den weißen Kleidchen bunte Neonlichter hindurch. Ach ja, die Story. Nun, die ist eher Nebensache, und die wenigsten der Zuschauer:innen haben sich das vorher im Programmheft durchgelesen. So reichen die Interpretationen von „Marsmenschen, die auf der Erde gelandet sind“ bis zu einer „Zeitreise durch die Epochen“.

Die eigentliche Geschichte, die Regisseur Francisco Negrin und sein Kreativteam umsetzten, erzählt von Aurora, einem weiblichen Wesen aus einer farb- und freudlosen Welt. Sie trifft Adam, der ihr die Schönheit und Vielfalt der bunten Welt näherbringt. Zögerlich wagt sich Aurora in ein großes Abenteuer, in dem sie aber geheimnisvolle Mächte immer wieder zurück in die Vergangenheit ziehen wollen ... Lea und Carolin, beide 27, haben die Geschichte auch nicht ganz verstanden. Aber: „Die Leistungen der Eiskunstläufer sind beeindruckend. Es sieht so einfach aus, aber wir wissen, wie schwer das ist. Wir scheitern beim Schlittschuhlaufen schon beim Bremsen“, sagt Lea und lacht.

Viel Applaus bekam dieses Rocker-Eiskunstlaufpaar.
Viel Applaus bekam dieses Rocker-Eiskunstlaufpaar. © Rolf Oeser

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