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Das einst von Ferdinand Kramer gebaute Philosophicum an der Gräfstraße ist von Stefan Forster um einen Anbau ergänzt worden.
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Das einst von Ferdinand Kramer gebaute Philosophicum an der Gräfstraße ist von Stefan Forster um einen Anbau ergänzt worden.

Bauen in Frankfurt

Preisgekrönte Gebäude

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Der BDA Frankfurt verleiht zehn Elsaesser-Plaketten für beispielhafte Architektur. Die Jury trifft dabei auch gewagte Entscheidungen.

Der Frankfurter Ortsverband des Bundes Deutscher Architekten zeichnet am Freitag bei seinem Frühlingsfest die Bauherren und Architekten von zehn neuen Gebäuden mit seiner Martin-Elsaesser-Plakette aus. Die Jury um den Kasseler Architekten und Universitätsprofessor Wolfgang Schulze hat auch gewagte Entscheidungen getroffen. In Bockenheim etwa mag es mancher als Hohn empfinden, dass ausgerechnet der vom Frankfurter Architekten Stefan Forster verantwortete Umbau des früheren Philosophicums der Goethe-Universität mit seinem modernen Anbau unter den ausgezeichneten Arbeiten ist.

Dass Investor Rudolf Muhr das 50er-Jahre-Gebäude von Ferdinand Kramer in ein Apartmenthaus mit sehr teuren Zimmern für Studierende verwandelte, stieß nicht nur bei Mieter- und stadtpolitischen Initiativen auf Protest. In der Fachwelt allerdings trifft Forsters Arbeit auf Anerkennung. Dieser habe den Bezug des Gebäudes zu seiner Umgebung wiederhergestellt, lobte etwa der Direktor des Deutschen Architekturmuseums, Peter Cachola Schmal, im Gespräch mit der FR.

Auch das Stadthaus am Markt, das die städtische Dom-Römer-Gesellschaft nach einem Entwurf des Büros Meurer Generalplaner direkt am Dom hochziehen ließ, überzeugt nicht eben jeden. Mancher kritisierte etwa, dass das Gebäude mit seinem sakral wirkenden Saal über den Mauerresten der Königspfalz die Sicht auf den Kaiserdom nimmt. Vor allem aber gilt das Stadthaus, das inzwischen für Veranstaltungen genutzt werden kann, vielen als unnötig und Geldverschwendung.

Zwei weitere Neubauten im historischen Zentrum Frankfurts sind unter den prämierten Projekten: das historische Museum, das die Stadt nach Plänen des Stuttgarter Büros LRO errichtete, und die Evangelische Akademie, die die Frankfurter Architekten Meixner Schlüter Wendt für den Evangelischen Regionalverband Frankfurt bauten.

Preiswürdig fand die Jury auch das Aktiv-Stadthaus, das das Kasseler Büro HHS für die städtische Wohnungsgesellschaft ABG auf einem langgezogenen, aber sehr schmalen Grundstück an der Schnittstelle von Gutleutviertel und Westhafen realisierte. Dieses Modellgebäude produziert mehr Energie, als es verbraucht. Als gelungen bewertete das Preisgericht auch die Kindertagesstätte an derselben Ecke, die nach Plänen des Darmstädter Büros Vogels entstand.

Unter den zehn Preisträgern ist nur ein einziges klassisches Bürogebäude, der St.-Martin- Tower, ein 70 Meter hoher Turm an der Theodor-Heuss-Allee, den die Frankfurter Architekten Meyer Schmitz Morkramer entwarfen. Prämiert wurde zudem der Neubau des Max-Planck-Instituts für Rechtsgeschichte, den das Berliner Büro Staab auf dem Campus Westend baute.

Zwei Plaketten gehen in die Region. Ausgezeichnet fand die Jury die Hafenschule Offenbach der Darmstädter Architekten Waechter und Waechter und den zentralen Busbahnhof in Hanau, der nach Plänen der Darmstädter Netzwerkarchitekten entstand.

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