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Praunheim

Praunheim soll mehr geförderten Wohnraum bekommen

  • Sonja Thelen
    vonSonja Thelen
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Der Ortsbeirat 7 hat Vorgaben verabschiedet, die die Stadt bei der Bebauung der Praunheimer Landstraße beachten soll. Einig sind sich die Fraktionen, dass mehr Wohnraum entstehen soll.

Der Ortsbeirat 7 hat Vorgaben verabschiedet, die die Stadt bei der Aufstellung des Bebauungsplans für das Gebiet Praunheimer Landstraße/Im Vogelsgesang beachten soll. In seiner Sitzung am Dienstagabend brachte das Stadtteilgremium einen gemeinsamen Antrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Farbechte/Die Linke auf den Weg. FDP sowie die Fraktionslosen Rosemarie Lämmer und André Leitzbach enthielten sich. Wegen der Corona-Pandemie nahm die CDU-Fraktion nicht an der Sitzung teil. Die SPD-Fraktion war nur mit zwei Mitgliedern statt fünf vertreten.

Für Diskussion sorgte vor allem die geforderte Regelung für neu zu bauenden Wohnraum. So spricht sich die FDP für 50 Prozent geförderten und 50 Prozent frei finanzierten Wohnraum aus. SPD, Grüne und Farbechte wollen indes mehr bezahlbaren Wohnraum durch klare Vorgaben schaffen. Daher soll der Frankfurter Baulandbeschluss vom Mai 2020 mit einer Ausnahme angewandt werden: Statt 30 Prozent soll in dem Gebiet der Anteil des geförderten Wohnraums bei 50 Prozent liegen. Hinzu kommen 15 Prozent für gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnprojekte, 15 Prozent für freifinanzierte Mietwohnungen und zehn Prozent für preisreduzierte Eigentumswohnungen.

FDP kritisiert Bauweise

„Uns war es wichtig, den geförderten Wohnungsbau zu erhöhen“, erwiderte SPD-Fraktionschef Hans-Jürgen Sasse auf die Kritik von FDP-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Papke. Dieser hatte moniert, „dass 90 Prozent der künftigen Wohnbebauung schon vorgeschrieben sind“.

Auch missfielen dem Freidemokraten einige Anregungen zur künftigen Bauweise. So plädiert Papke zwar auch für einen hohen energetischen Standard. Doch eine ökologische Bauweise etwa aus Holzmodulen mit einer Dämmung aus Baustroh und Lehmputz, wie im Antrag von SPD, Grüne und Farbechte angeregt, lehnt Papke ab: „Mit Stroh und Lehm werden diese energetischen Ziele nicht erreicht.“

Einig waren sich die Fraktionen darüber, in dem Gebiet mehr Wohnraum zu schaffen, bestehendes Gewerbe zu schützen und neue Gewerbeansiedlung, vor allem in Richtung Autobahn 66, zuzulassen. Das 5,65 Hektar große Areal an der Praunheimer Landstraße / Im Vogelsgesang ist heute heterogen von Mehr- und Einfamilienhäusern sowie Büro- und Gewerbegebäuden geprägt, von denen einige leer stehen.

Damit künftig Planungssicherheit auch für bestehende und künftige gewerbliche Nutzung in dieser „Gemengelage“ herrscht, hatte das Stadtplanungsamt einen Entwurf für einen Bebauungsplan erstellt. Welche Aspekte bei dessen Aufstellung die Stadt zudem beachten soll, hat der 7er jetzt mit seinem Votum klar gemacht.

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