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Rund um die Praunheimer Brücke sind viele Menschen mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs.
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Rund um die Praunheimer Brücke sind viele Menschen mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs.

Praunheim

Mehr Sicherheit an Praunheimer Brücke

  • Sonja Thelen
    VonSonja Thelen
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Der Ortsbeirat will Vorrang für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad in Praunheim unterwegs sind. Das Verkehrsdezernat hält die Idee für überprüfenswert und konform zur Straßenverkehrsordnung.

Es ist eine „Neverending Story“: In regelmäßigen Abständen unternimmt der für Praunheim zuständige Ortsbeirat 7 einen Vorstoß, damit der Zebrastreifen in Alt-Praunheim in Höhe Graebestraße um einige Meter in Richtung Nidda verlegt wird. Hintergrund für die Überlegungen: An der Stelle westlich der Praunheimer Brücke kreuzen sich motorisierter Verkehr, die Buslinien M72 und M73, Passant:innen und Fahrradfahrer:innen.

Wer mit dem Rad auf dem Niddauferweg unterwegs ist, muss jedoch in Höhe der Brücke an der Stoppmarkierung anhalten. Spaziergänger:innen müssen einen Bogen über den zirka 25 Meter entfernten Zebrastreifen laufen. Doch bislang hat die Stadt wegen Sicherheitsbedenken eine Verlegung des Überwegs abgelehnt. Aber in der Realität würden viele diesen ignorieren oder sich das Anhalten mit dem Rad sparen, meint Miriam Dahlke, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Ortsbeirat. Die momentane Situation sei für die Menschen, die dort zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, „unbefriedigend gelöst“. Daher haben die Grünen einen neuen Vorstoß unternommen. Von ihrer Idee konnten sie CDU und ein Fraktionsmitglied von Farbechte/Die Linke überzeugen. SPD, BFF, FDP und zwei Farbechte enthielten sich.

Novum für Frankfurt

Der Vorschlag der Grünen umfasst zwei Ideen. Der Zebrastreifen soll so verlegt werden, dass er in der Achse des Uferweges liegt. Der zweite Vorschlag sieht vor, nach niederländischem Vorbild die Kreuzung Uferweg/Alt-Praunheim umzubauen, dass der nichtmotorisierte Verkehr auf dem Uferweg Vorrang gegenüber dem kreuzenden Verkehr hat. Entdeckt haben die Grünen diesen zweiten Vorschlag in dem 200-seitigen Werk „Qualitätsstandards und Musterlösungen“, den die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität (AGNH) erstellt hat. Die aufgeführten Qualitätsstandards und Musterlösungen dienen als Planungshilfe, um eine fachgerechte, sichere und attraktive Infrastruktur für den Radverkehr in Hessen zu schaffen. Die AGNH ist Teil des Programms „Mobiles Hessen 2030“ und des „Integrierten Klimaschutzplans Hessen 2025“.

Doch mit den beiden Anregungen konnten die Grünen nicht alle im Ortsbeirat 7 überzeugen. Farbechte-Fraktionsvorsitzende Inge Pauls verstand zwar „das Anliegen“. Allerdings sei die Stelle „schwierig und wegen der Kurven schlecht einsehbar“, der Zebrastreifen am jetzigen Standort gerechtfertigt. Die ablehnenden Antworten „der Stadt haben mir bisher eingeleuchtet“. SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Sasse befürchtet bei einer Verlegung oder einer Vorranglösung des Uferwegs, dass „Radfahrer durchrauschen“. Offen für die Lösung zeigte sich indes CDU-Fraktionsvorsitzender Veljko Vuksanovic: „Wir finden den Antrag gut und wollen dort eine klare Situation.“

Zugänglich für die in den Niederlanden praktizierte Vorrang-Variante zeigte sich auch Ingmar Bolle, Referent von Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). Sie wäre zwar „ein Novum in Frankfurt“, aber Bolle hält die Idee für überprüfenswert und konform zur Straßenverkehrsordnung. Allerdings sei an der Stelle die Situation sehr komplex, merkt der Referent an.

Der Zebrastreifen sei am jetzigen Standort durchaus notwendig. Dort befindet sich auf der südlichen Straßenseite von Alt-Praunheim die Bushaltestelle. Die kurvige Straße sei so gestaltet, um ein Überholen zu unterbinden. Würde der Zebrastreifen nur verlegt, hätten an der Stelle zwar die Fußgänger:innen Vorrang, aber nicht Radfahrende. Aus „dieser Zwickmühle“ würde die niederländische Vorrang-Lösung helfen, erklärt Bolle: „An der Stelle spielen eine Menge Faktoren eine Rolle, die miteinander abzuwägen sind.“

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