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Ideen für ehemaliges Gemeindezentrum in Westhausen

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Von: Sonja Thelen

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Das Gebäude in der Kollwitzstraße könnte nach dem Willen des Ortsbeirats 7 zu einem sozial-medizinisches Nachbarschaftszentrum werden. Die Anregung kommt von einer Gruppe Engagierter aus der Siedlung.

Das frühere evangelische Gemeindezentrum in der Kollwitzstraße in der Siedlung Westhausen ist mittlerweile in städtischen Besitz übergegangen. Was passiert nun damit? Darüber macht sich der Ortsbeirat 7 schon seit Jahren Gedanken. Für seine nächste Sitzung am Dienstag, 22. März, haben mehrere Fraktionen Anträge zur Zukunft des ehemaligen Gemeindetreffs eingebracht. Tenor der Vorschläge: eine gemeinschaftliche, soziale und medizinische Nutzung.

Die Idee, auf denen die Anträge basieren, stammt von einer Gruppe Engagierter aus Westhausen. Bei Zusammenkünften im neuen Nachbarschaftstreff „Nebenan“ im Westring wurde deutlich, dass dieser vom Platz her nicht ausreiche. Auch fehle es an einer medizinischen Grundversorgung im Viertel. Beide Komponenten könnten künftig unter einem Dach vereint werden, meint die Gruppe, bestehend aus Oliver Wittich, Sabine Rohner und Beckus Beckmann, die bei ihrem Vorhaben von Quartiersmanager Malte Stieber von der Caritas unterstützt werden.

Ihren ersten Entwurf für das Konzept eines „sozial-medizinischen Nachbarschaftszentrums“, das auch „gesundheitliche Aspekte“ beinhaltet, so Wittich, hat die Gruppe an die Ortsbeirats-Fraktionen im Vorfeld der Sitzung geschickt. Dort sind die Anregungen wohl auf fruchtbaren Boden gestoßen. So befürwortet die CDU in ihrem Antrag ein sozial-medizinisches Nachbarschaftszentrum: „Die Siedlungen Westhausen, Praunheim und Heinrich-Lübke-Siedlung werden zusammen lediglich von einer regulären allgemeinmedizinischen Praxis versorgt, was eine Unterversorgung darstellt.“ Zudem würde eine zusätzliche Nutzung als nachbarschaftlicher Treff soziale Bedarfe in der Siedlung erfüllen.

Auch die Grünen favorisieren ein solches Modell: „In Westhausen fehlen Orte des Zusammentreffens sowie der medizinischen Versorgung.“ Die SPD möchte vom Magistrat wissen, „ob auf dem Gelände ein soziales und medizinisches Nachbarschaftszentrums oder/und ein Wohnprojekt für behinderte Menschen realisiert werden“ kann. Farbechte/Die Linke bittet um Informationen, ob an der Stelle ein Bürgertreff oder ein sozial-medizinisches Zentrum gestattet ist und wie der bauliche Zustand des Gebäudes ist.

Eine weitere Schule, Kindertagesstätte oder einen Schul-Erweiterungsbau sehen die Fraktionen indes an der Stelle sehr kritisch. Die Siedlung sei bereits heute durch den Bring- und Abholverkehr der Eltern überlastet, die ihre Kinder zu den Schulen in der Siedlung bringen.

Die Sitzung des Ortsbeirats 7 am Dienstag, 22. März, beginnt um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Nordweststadt (Saalbau Titus Forum, Saal Kolosseum, Walter-Möller-Platz/Nidaforum 2). Es gilt die 3G-Regelung, das heißt, den Sitzungsraum dürfen nur nachweislich Geimpfte, Genesene oder Personen mit einem gültigen Negativnachweis (ein Selbsttest als Nachweis ist nicht ausreichend) betreten.

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