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So soll der dritte Bauabschnitt des Gymnasiums Nord in der Kollwitzstraße in der Siedlung Westhausen 2022 aussehen.
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So soll der dritte Bauabschnitt des Gymnasiums Nord in der Kollwitzstraße in der Siedlung Westhausen 2022 aussehen.

Praunheim

Gymnasium Nord wird teurer

  • VonJudith Dietermann
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Gestiegene Holz- und Stahlpreise verursachen beim Gymnasium Nord in Frankfurt-Praunheim höhere Kosten. Fertigstellung soll 2022 sein.

Erst in ihrer Juli-Sitzung hatte die Stadtverordnetenversammlung die Bau- und Finanzierungsvorlage für den insgesamt dritten Bauabschnitt des Gymnasiums Nord verabschiedet. Rund 17,5 Millionen Euro, hieß es darin, sollte die dringend benötigte Erweiterung kosten. Doch nur zwei Monate später sind diese Zahlen veraltet. Knapp fünf Millionen mehr wird das Gebäude in der Kollwitzstraße, das von der Oberstufe bezogen werden soll, kosten, heißt es in einem aktuellen Vortrag des Magistrats, der von der Stadtverordnetenversammlung, dem Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Ältestenausschuss mehrheitlich abgenickt wurde.

Es ist der gestiegene Holz-Preis, der zu den höheren Kosten beigetragen hat, erläutert der Magistrat. In den ersten beiden Quartalen 2021 sei dieser um mehr als ein Drittel angestiegen. Was sich auf einen Erweiterungsbau, der in Holzmodulbauweise ausgeschrieben wurde, freilich auswirkt.

Keine Alternativen in Sicht

Hinzu kommen Schwankungen des Stahlpreises, so gab es dort teilweise Preissteigerungen von bis zu 50 Prozent. Und: Auch die Logistik habe ihren Anteil an den gestiegenen Kosten. Bedingt durch die im März 2021 begonnene Corona-Pandemie seien die Speditionsfirmen ausgelasteter als in der Realisierungsphase der ersten beiden Bauabschnitte, was sich wiederum auf die Transportkosten auswirke.

Zwar seien auch Alternativen geprüft worden, so der Magistrat, diese hätten jedoch keine wirtschaftlichen Vorteile. So wurde sowohl die Aufhebung der Ausschreibung als Generalunternehmerleistung wie auch die Neuausschreibung in Einzelgewerken geprüft. Mit einem ernüchternden Ergebnis: Beide Alternativen bedingten eine spätere Fertigstellung von mindestens sechs bis zwölf Monaten. Die Räumlichkeiten für die Oberstufen wären damit nicht rechtzeitig fertig. Zudem sei davon auszugehen, dass aufgrund der aktuellen Marktlage vergleichbare, wenn nicht gar teurere Ergebnisse erzielt worden wären.

Auch wurde darüber nachgedacht, das Provisorium in Form einer temporären Stahlcontaineranlage zur errichten. Diese habe eine maximale Genehmigungspflicht von fünf Jahren. Nach aktuellem Kenntnisstand sei allerdings davon auszugehen, dass bereits der Bedarf des Gymnasiums Nord an seinem Standort in Westhausen diese maximale Standzeit von fünf Jahren überschreite. Zudem könne auch bei dieser Alternative die Inbetriebnahme für das kommende Schuljahr nicht mehr erreicht werden.

Um die Mehrkosten von fünf Millionen Euro kommt die Stadt Frankfurt also nicht herum. Insgesamt kostet der dritte Bauabschnitt damit rund 22 Millionen Euro.

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