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Letzte Arbeiten: Handwerker in der Stephan-Heise-Straße.

Praunheim

Ende der Modernisierung in Sicht

  • Sonja Thelen
    vonSonja Thelen
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Bis Jahresende will die Vonovia die Arbeiten in der Siedlung Westhausen abschließen. 260 Wohnungen hat der Wohnungskonzern dort in den vergangenen drei Jahren saniert.

Nach fast drei Jahren, in denen der Wohnungskonzern Vonovia in Westhausen an der Stephan-Heise-Straße, am Westring und an der Ludwig-Landmann-Straße 36 Wohnungen neu gebaut sowie 260 Wohnungen modernisiert hat, nähern sich die Arbeiten ihrem Ende. Das kündigte Henning Schulze, Regionalbereichsleiter Rhein-Main und Geschäftsbereich Süd, im Gespräch mit der FR an.

Bis Jahresende sollen die noch verbliebenen Arbeiten an Hauseingängen, Vordächern, Fahrradboxen abgeschlossen sein. Auch werden Rasenflächen, die etwa für Baustellenzufahrten planiert worden waren, und Außenanlagen wieder hergestellt. Wegen der Corona-Pandemie hatte sich das Ende der Bauarbeiten um drei Monate verzögert.

7,8 Millionen Euro hat die Vonovia in die 260 Wohnungen investiert. „Frankfurt braucht dringend zeitgemäßen Wohnraum, der auch bezahlbar ist. Dafür reichen Neubauten nicht aus“, sagt Schulze. In Westhausen wurden die Häuser gedämmt, Fassaden und Treppenhäuser gestrichen, neue Außenleuchten errichtet sowie manche Balkone durch größere ersetzt. Ferner wurden neue Türen eingebaut, Elektroleitungen sowie teilweise erstmals Gegensprechanlagen und Rollläden installiert.

Modernisierungskosten legt Konzern auf Miete um

Die Kosten verteilten sich laut Schulze zu 46 Prozent auf die Instandhaltung und zu 54 Prozent der Modernisierung. Die Modernisierungskosten legt der Konzern auf die Miete um. „In Westhausen werden es aber durchschnittlich 1,50 Euro zusätzlich pro Quadratmeter sein“, so Schulze.

Trotzdem werden sich einige Bewohner nur schwer oder gar nicht die Erhöhung leisten können. Das hatte die Mieterinitiative, zu der sich einige Bewohner zusammengeschlossen hatten, schon im Januar befürchtet. Für die Drei-Zimmer-Wohnungen steigt die Miete um rund 100 Euro, für die Zwei-Zimmer-Wohnungen um 60 Euro, berichtet ein betroffener Mieter. „Bei Vonovia gibt es aber Härtefallmanager, die helfen, wenn für die Miete 40 Prozent des Einkommens drauf geht“, so der Mieter.

Zudem hatten Mieter Anfang 2020 die schlechte Kommunikation zur Bauleitung beklagt. Diese habe sich seit den Protesten deutlich verbessert, bestätigen Mieter und der Vonovia-Vertreter. So habe es in den vergangenen Wochen gemeinsame Begehungen mit der städtischen Stabstelle Mieterschutz und der Mieterinitiative gegeben, um mangelhafte Stellen zu dokumentieren.

Wie etwa die Deckendämmung in den Kellern, wo dicke, nichtverkleidete Faserplatten montiert wurden. „Wer größer als 1,83 Meter ist, kann dort nicht mehr aufrecht stehen und stößt an die Matte, aus der es rieselt“, erzählt der Mieter. Auch Schulze ist mit der Lösung nicht zufrieden: „Wir haben schon Kontakt zum Hersteller aufgenommen.“ Weitere bauliche Mängel werden sukzessive abgearbeitet, kündigt er an.

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