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Positive Bilanz für Freibäder in Frankfurt

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Von: Oliver Teutsch

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Noch ist es ein Freibad, Mitte November soll in Hausen ein provisorisches Hallenbad zur Verfügung stehen.
Noch ist es ein Freibad, Mitte November soll in Hausen ein provisorisches Hallenbad zur Verfügung stehen. © Christoph Boeckheler

Rund 530.000 Badegäste in der Sommersaison. Titus-Thermen öffnen am Samstag, das Freibad Hausen soll ab Mitte November als Hallenbad nutzbar sein.

Noch ziehen die Badegäste in der Herbstsonne geruhsam ihre Bahnen. Bis einschließlich Sonntag können Schwimmerinnen und Schwimmer im Freibad Hausen unter freiem Himmel planschen oder Sport treiben. Die vielen schönen Tage im September haben geholfen, die Freibadbilanz der Stadt aufzupolieren, wie Bäderchef Boris Zielinski am Freitag betonte: „Es sind jetzt noch täglich zwischen 300 und 500 Badegäste im Freibad Hausen gewesen.“

Insgesamt konnten sich die Bäderbetriebe in den sieben Freibädern im zweiten Corona-Sommer über 530 000 Besucherinnen und Besucher freuen. Das waren deutlich mehr als im vergangenen Jahr und dies, obwohl das Rebstockbad als Besuchermagnet weggefallen ist und die Freibadsaison aufgrund des zweiten Lockdowns erst am 7. Juni begonnen hatte. An den wettertechnisch äußerst durchwachsenen Monaten Juli und August kann es auch nicht gelegen haben. „Die Leute hatten einfach wieder Lust auf den Schwimmbadbesuch“, glaubt Zielinski. Die Verunsicherung, was ohne Ansteckungsgefahr machbar ist und was nicht, war bei den Menschen nicht mehr so groß. Die Schwimmbäder sind als ziemlich sicher ausgemacht worden, wie auch der neue Sportdezernent Mike Josef (SPD) hervorhob: „Wir hatten keinen Corona-Fall, der auf einen Schwimmbadbesuch zurückzuführen war.“ Und dies obwohl, wie Bäderchef Zielinski ergänzte, Frankfurt die einzige deutsche Stadt gewesen sei, die alle ihre Freibäder gleichzeitig geöffnet hatte.

Mit der Öffnung der Titus-Therme in der Nordweststadt am Samstag sind dann auch wieder alle Hallenbäder Frankfurts offen. Ein weiteres behelfsmäßiges Hallenbad soll noch hinzukommen. Denn die Herbstidylle im Freibad Hausen ist ab Montag vorbei. Dann beginnt die Einhausung der Becken. Für rund 500 000 Euro soll bis Mitte November eine 50 mal 50 Meter große Traglufthalle entstehen, die als Kompensationsfläche für das abgerissene Rebstockbad dienen soll. Die Traglufthalle soll von Vereinen, Schulen und der Öffentlichkeit genutzt werden können. Wie dieser Nutzermix aussehen soll, wollte Zielinski am Freitag noch nicht verraten.

Die große Fangemeinde des Freibads Hausen sieht die Einhausung mit gemischten Gefühlen, weil Eingriffe in die Natur befürchtet werden. Es werde aber „nicht ein Baum gefällt“, versicherten Zielinski und Josef unisono. Die Traglufthalle werde auch im kommenden Frühjahr wieder abgebaut. „Wir nehmen keinen Tag der Freibadsaison weg“, versprach Zielinski, und auch Stadtrat Josef beeilte sich zu sagen, dass die Tradition des Anschwimmens nicht gebrochen werden soll.

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