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Porträt der Familie Brentano

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Von: Claus-Jürgen Göpfert

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Ein Buch geht Personen und Motiven der Familie Brentano nach. Die Spur führt zurück in den lombardischen Uradel.

Die Brentanos waren schon eine ganz besondere Frankfurter Familie. Sie wurzelten im lombardischen Uradel, rund um den Comer See, bevor sie nach Deutschland auswanderten. Die Frankfurter Linie brachte zum Beispiel den Bankier Georg Brentano hervor (1775-1851), der den Brentanopark im Stadtteil Rödelheim anlegen ließ.

Und natürlich den Dichter Clemens Brentano (1778-1842), einen der großen Autoren der deutschen Romantik, der Gedichte, Märchen, Erzählungen schrieb. Und seine Schwester Bettina (1785-1859), die als verheiratete von Arnim die Romantik mit prägte. Sehr bekannt wurde ihr Briefroman „Die Günderode“, in dem sie ihre Freundschaft mit Karoline von Günderode beschrieb.

Clemens Brentano beeindruckte zur Zeit des Nazi-Regimes Studierende im Widerstand so sehr, dass Hans Scholl, einer von ihnen, seine Protestschrift nach Motiven des Dichters benannte: Die weiße Rose. Das Buch „Die Brentanos – eine romantische Familie?“ geht in Porträts den Personen nach, die mit diesem Namen verbunden sind.

Zu den Herausgebern des Bandes gehören Anne Bohnenkamp-Renken, die Direktorin des Frankfurter Goethehauses, und Evelyn Brockhoff, die Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte. 2015 hatte sich ein Symposium im Goethemuseum mit der Familie beschäftigt. Der kleine Verlag henrich editionen, der immer wieder mit schönen Bänden zur Frankfurter Geschichte auf sich aufmerksam macht, hat jetzt das Buch herausgebracht.

Die Brentanos, herausgegeben von Bernd Heidenreich, Evelyn Brockhoff, Anne Bohnenkamp-Renken, Wolfgang Bunzel, henrich editionen, 22 Euro.

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