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Hochschulpräsident Frank Dievernich eröffnet die Würfel-Aktion auf dem Römerberg.
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Hochschulpräsident Frank Dievernich eröffnet die Würfel-Aktion auf dem Römerberg.

Wissen to go

Pop-Up-Bildung: Frankfurt University stellt Wissenshäppchen auf Pappkartons bereit

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Die Würfel der Weisheit: Die Frankfurt University of Applied Sciences belebt das Stadtwissen mit Mini-Vorträgen – zu finden über QR-Codes auf Pappkartons.

Die Stärke von Wissenschaft ist, nicht stur an Ideen festhalten zu müssen. Erweist sich ein Gedanke als überholt, kann die Wissenschaft umdenken. Eigentlich wollte die Frankfurt University of Applied Sciences in ihrem 50. Gründungsjahr feste Stelen in der Stadt aufstellen. Daraus sind nun wegen des ständigen Wandels im Pandemiegeschehen mobile Quader aus stabilem Pappkarton geworden.

Die Idee dahinter bleibt die gleiche. Egal ob Stele oder Sitzpappe – zu finden sind darauf QR-Codes, die Passantinnen und Passanten mit dem Handy abfotografieren können. Die moderne Technik führt sie so zu Wissenshäppchen im Internet. Darin erklären Professorinnen und Professoren der Frankfurt University anschaulich aktuelle Forschungsprojekte. So erläutert etwa die BWL-Professorin Erika Graf, warum Importbeschränkungen der heimischen Industrie nicht immer helfen. Radverkehrprofessor Dennis Knese referiert über die Rolle der Pedale bei der Energiewende.

Die Audiobeiträge stehen seit Mai zur Verfügung, wegen Corona hat die Frankfurt University mit den Stelen lieber noch gewartet und sie schließlich ganz über Bord geworfen. „Wir wollten flexibler sein“, sagt Hochschulpräsident Frank Dievernich. Die mobilen Würfel passten auch besser zum Thema „Wissen to go“.

In spontanen Aktionen wird die Hochschule bis zum Jahresende an verschiedenen zentralen Orten der Stadt unangekündigt auftauchen, die 50 Quader aufstellen und so den Menschen der Stadt „etwa zurückgeben“. Wissen und Information, wie es angewandt werden kann. Zum Auftakt am Dienstag ist die Wahl auf den Römerberg gefallen.

Termine im Jubiläumsjahr

Ihr Jubiläumsfest zum 50. Jahrestag feiert die Frankfurt University of Applied Sciences am Freitag, 3. September. Ein Fest der Kulturen plant die Hochschule für Freitag, 15. Oktober, auch die Feier ist intern, für Studierende und Mitarbeitende der Hochschule. Vorlesungsbeginn ist am Montag, 18. Oktober.

Das große Fest für alle Frankfurterinnen und Frankfurter hat die Hochschule wegen Corona nochmals verschoben, auf das kommende Jahr, sofern es die Pandemie erlaubt. sky

Info zur Wissensaktion: www.frankfurt-university.de/wissentogo

Die Bürgerinnen und Bürger sollen die Quader „ansehen, annehmen, auf ihnen sitzen, meinetwegen können sie die auch mitnehmen“, sagt Dievernich. So, wie sie das Wissen, das dort hinterlegt ist, mitnehmen. Chancen durch Bildung ermöglichen, das ist seit jeher das Motto der Frankfurt University, so Dievernich.

OB Peter Feldmann freut das; ein „Vergnügen“ sei es zu sehen, wie „das Anwendungsorientierte im Vordergrund steht“. Die Wissenschaft sitze nicht mehr im Elfenbeinturm, sie bemühe sich auch um den Transfer des Wissens. „Die ganzen Häppchen summieren sich zu einem fetten Happen“, lobt das Stadtoberhaupt zufrieden.

Spezielle Tage hat die Hochschule nicht ausgeguckt. Auf der Zeil wird sie mit ihrer Aktion wohl eher nachmittags gastieren, wenn viel los ist. Am Mainufer orientiert sich die University für Termine am Wetter. Auf dem Friedberger Platz im Nordend werden die Quader sehr wahrscheinlich am Markttag freitags auftauchen.

Die Hochschule streckt ihr Programm, veröffentlicht nicht alle Episoden auf einmal. Kommende Woche, am 19. Juli, geht die dritte Staffel online. Bis zum Jahresende sollen 50 Folgen zu finden sein. Damit endet das Projekt aber nicht. Alle der rund 270 Professorinnen und Professoren sollen nach und nach zum Zuge kommen.

Zu gewinnen gibt es auch etwas. Wer sich über den QR-Code anmeldet, nimmt an einer Verlosung für ein Coaching im Wert von 1000 Euro teil. Das Thema Weiterbildung ist etwas, das die Hochschule künftig ausbauen möchte. Lebensläufe verlaufen nicht mehr so linear wie früher, sagt Dievernich. Erst das Studium, dann die Karriere. „Heute gibt es mehr Brüche“, Menschen orientieren sich neu, bilden sich weiter. Dafür finden sie in der Frankfurt University eine Partnerin.

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