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Ein Polizist beobachtet einen Demonstrationszug. (Symbolbild)

Verkehr

Polizei warnt Autofahrer: Gleich drei Großdemos in Frankfurt am Samstag

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Gleich drei Großdemonstrationen werden an diesem Samstag durch die  Innenstadt ziehen. Die VGF empfiehlt, auf S- und U-Bahnen umzusteigen.

Durch die Frankfurter Innenstadt werden am Samstag, 23. März, gleich drei große Demonstrationszüge ziehen. Die Polizei geht derzeit von insgesamt 37.000 Demonstranten aus. Sie rät Autofahrern, an diesem Tag die City in der Zeit von 10 bis 20 Uhr weiträumig zu umfahren. Sie warnt, es könnte auch zu Behinderungen im Öffentlichen Nahverkehr kommen. Die Polizei wird an diesem Tag nach eigenen Angaben von Einsatzeinheiten der Bundespolizei sowie Einsatzeinheiten aus anderen Bundesländern verstärkt.

Die Einsatzkräfte gehen von einem friedlichen Verlauf der Großveranstaltungen aus. „Wir treten dafür ein, dass alle Teilnehmer ihre Grundrechte auf Versammlungsfreiheit und auf freie Meinungsäußerung friedlich ausüben können. Ein Auftreten von Gruppierungen, die bei zurückliegenden Versammlungen Straftaten begangen haben, können wir nicht ausschließen", sagte der zuständige Einsatzleiter der Polizei am Donnerstag. 

Die größte der drei Demonstrationen ist ein Demonstrationszug anlässlich des kurdischen Neujahrsfestes Newroz, zu der nach Schätzungen der Polizei in der Zeit von 10 bis 20 Uhr 30.000 Teilnehmer erwartet werden. Eine zweite Demonstration steht unter dem Motto „Solidarität mit allen Betroffenen. Gegen den Rechtsruck in Staat und Gesellschaft“. Sie beginnt um 13 Uhr am Kaisersack am Hauptbahnhof und soll um 19 Uhr enden. Die Polizei geht davon aus, dass etwa 2000 Demonstranten zusammenkommen werden. Eine dritte Demonstration befasst sich von 14 bis 19 Uhr mit der Rettung des Internets. Dafür könnten bis zu 5000 Teilnehmer zusammenkommen.

Die Demonstration zum kurdischen Neujahrsfest Newroz beginnt an zwei Ausgangspunkten. Einer der Züge wird sich vom Opernplatz - Taunusanlage - Kaiserstraße - Moselstraße - Karlstraße - Mainzer Landstraße bewegen, der zweite wird von der Bockenheimer Warte über die Senckenberg- Anlage, Friedrich- Ebert- Anlage und Mainzer Landstraße führen. Ab dem Platz der Republik werden beide Aufzüge vereint über die Mainzer Landstraße, Schmidtstraße, Am Römerhof, Zum Rebstockbad, Max- Pruss- Straße, D- Block (Rebstockgelände) verlaufen. Auf dem Rebstockgelände sind danach Rede- und Musikbeiträge geplant.

Die Demonstration gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft verläuft nach der Auftaktkundgebung am Kaisersack über die Kaiserstraße, Gallusanlage, Willy- Brandt- Platz, Weißfrauenstraße, Berliner Straße, Battonnstraße, Kurt- Schumacher- Straße, Konstablerwache, Zeil, Klapperfeldstraße, Seilerstraße, Bleichstraße, Große Eschenheimer Straße bis zur Abschlusskundgebung auf der Hauptwache. Auf dem Willy- Brandt- Platz und der Konstablerwache wird es eine Zwischenkundgebung geben.

Die Demonstration zur Rettung des Internets wird am Paulsplatz starten und über die Berliner Straße - Fahrgasse - Alte Brücke - Sachsenhäuser Ufer - Schaumainkai - Untermainbrücke zum Willy- Brandt- Platz führen. 

Großdemos in Frankfurt: RMV-Servicetelefon hilft Fahrgästen

Die Polizei rät Autofahrern, an diesem Samstag die Innenstadt weitgehend zu umfahren oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Allerdings kann es wegen der Demonstrationen auch im ÖPNV vor allem bei Straßenbahnen und Bussen zu Fahrplanabweichungen kommen.  Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) empfiehlt, am Samstag in der Stadt auf S- und U-Bahnen auszuweichen. Sie werden voraussichtlich ungehindert fahren können. Die VGF weist darauf hin, dass in der Zeit von etwa 9 Uhr bis 20 Uhr zwischen Gallus, Bockenheim, Nordend, Ostend und dem Main keine Tram- und Buslinien fahren werden. Möglicherweise werde die Unterbrechung allerdings schon um 16 Uhr aufgehoben.

Folgende Linien Straßenbahn- und Buslinien fahren am Samstag nur eingeschränkt oder werden ganz eingestellt: die sieben Straßenbahnlinien 11, 12, 14, 16, 17, 18 und 21, die neun Buslinien 30, 32, 34, 36, 46, 50, 52, 64 und 75 sowie der Ebbelwei-Express. 

Fahrgäste, die mit dem Öffentlichen Nahverkehr nach Frankfurt fahren wollen oder ihn in der Stadt nutzen wollen, sollten sich vor Fahrtantritt am RMV-Servicetelefon 069/24 24 80 24 informieren lassen, rät die VGF. Die Fahrplanauskunft im Internet könne aufgrund der Kurzfristigkeit und der Unberechenbarkeit der Unterbrechungen an diesem Tag nicht weiterhelfen.

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