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Zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten kommt es auf der „Revolutionären 1. Mai Demo“ in Frankfurt.
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Auf der „Revolutionären 1. Mai Demo“ in Frankfurt kam es zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten.

Antifa-Protest

Eskalation in Frankfurt: Polizei und Antifa müssen heute die Nerven bewahren

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Nach der Eskalation am 1. Mai dürfte die Polizei ruhig ein bisschen selbstkritischer sein. Vor allem kommt es jetzt darauf an, dass in Frankfurt keine neue Gewaltspirale entsteht.

Frankfurt am Main - Es gibt zwei Geschichten zur Eskalation am 1. Mai. Die erste kommt von der Polizei: Die Einsatzkräfte mussten gewaltsam gegen Linksradikale vorgehen, die sie erst bepöbelten und dann mit Steinen und Flaschen angriffen. Die zweite kommt aus der linken Szene: Wegen ein paar Beschimpfungen, Signalfackeln und Rauchtöpfen, vielleicht auch aus genereller Abneigung gegen alle Linken, schlugen BFE-Einheiten wahllos auf Menschen ein und verletzten sie teils schwer.

Demos in Frankfurt: Polizei würde Selbstkritik gut zu Gesicht stehen

Ganz egal, welche Erzählung man für die Wahrheit hält, an den Tatsachen kommt man nicht vorbei. Es ist Fakt, dass die Einsatzkräfte am 1. Mai extrem hart gegen Demonstrierende vorgegangen sind und dass dabei auch Menschen erheblich verletzt wurden. Vor Ort waren Leute mit tränenden Augen, umgetretenen Knien und blutenden Kopfwunden zu sehen. Und das, obwohl die Frankfurter Polizei durchaus deeskalierender vorgehen kann – und es in der Stadt auch schon linksradikale Demos mit wesentlich mehr Gewaltpotenzial gab.

Es mutet daher seltsam an, wenn die Polizei betont, „verhältnismäßig und lageangepasst“ gehandelt und alles, aber auch alles richtig gemacht zu haben. Selbst wenn bei einer Demo einzelne Flaschen fliegen: Wenn es am Ende stark blutende Kopfwunden gibt, kann man kaum von einem erfolgreichen Einsatz sprechen. Und einer Institution wie der Polizei, die in einer Demokratie das Gewaltmonopol verwaltet, würde etwas mehr Selbstkritik gut zu Gesicht stehen.

Die Demo

Die Demonstration „Wir sind 100 Jahre Antifa“, zu der unterschiedliche linke und antifaschistische Gruppen aufrufen, beginnt um 18 Uhr am Saalbau Gallus in der Frankenallee.

„Wir sind 100 Jahre Antifa“: Niemand in Frankfurt kann Interesse an Eskalation haben

Es bleibt zu hoffen, dass am Freitagabend alle Seiten die Nerven bewahren und die Antifa-Demo friedlich über die Bühne geht. Niemand in Frankfurt kann ein Interesse an einer echten Eskalationsspirale haben. (Hanning Voigts)

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