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Rund 1000 Menschen demonstrieren am Südbahnhof gegen die "Neue Rechte".

Demo in Frankfurt

Zeichen gegen "Neue Rechte"

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  • Katja Thorwarth
    Katja Thorwarth
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Rund 1000 Demonstranten ziehen durch die Innenstadt von Frankfurt. Ihr Ziel: "Make Racists Afraid Again".

Rund 1000 Menschen haben am Samstag lautstark gegen Neonazis und Rassismus demonstriert. Zu der Demonstration hatten mehrere linke Gruppierungen als "Antifa United" aufgerufen. Mit Sprechchören und einem Lautsprecherwagen zogen die Demonstranten vom Südbahnhof durch Sachsenhausen und durch die Innenstadt zum Willy-Brandt-Platz.

Die Route wurde nach Auskunft einer Demonstrantin von der Polizei kurzfristig bekannt gegeben. Auf dem Weg entlang der Mörfelder Landstraße schauten Anwohner verwundert aus den Fenstern. Auffällig war die Abwesenheit politischer Parteien, nicht eine eine einzige Fahne war zu sehen.

Auf dem Willy-Brandt-Platz blieb der Zug zum ersten Mal stehen, zur Abschlusskundgebung. Die Veranstalter werteten die Demonstration als Erfolg. Die Redner beklagten die Abschiebungen, insbesondere die aktuellen nach Afghanistan. Ebenso den Umgang des Staates mit AntifaschistInnen und Protestierenden. Die Polizei sei häufig auf dem rechten Auge blind. Nach etwas mehr als zwei Stunden zerstreuten sich die Demonstranten.

Die Demonstration stand unter dem Motto "Make Racists afraid again". An der Spitze der Demonstration bewegten sich vermummte Aktivisten in einem schwarzen Block. Bis auf einige Böller und Raketen, die gezündet wurden, blieb bis zur Abschlusskundgebung alles friedlich.

Der Anmelder der Demonstration, Andreas Bender, bedankte sich bei der Polizei für ihren zurückhaltenden Einsatz und für "die große geile Demonstration".  Der Zuspruch war größer als erhofft. Im Vorfeld waren 500 Demonstranten erwartet worden.

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