U-Bahn-Unfall in Ginnheim

Ursache wohl gesundheitliche Probleme

Die Ursache für den U-Bahn-Crash vor gut zehn Tagen in Ginnheim scheint geklärt zu sein. Der Zug der Linie U9 hatte am Samstag vorvergangener Woche gegen 20 Uhr an der Endhaltestelle Ginnheim den Prellbock gerammt und diesen mehrere Meter weit mitgeschleift.

Wahrscheinlich haben Gesundheitsprobleme des 48 Jahre alten Fahrers den schweren U-Bahn-Unfall vor gut zehn Tagen in Frankfurt ausgelöst. Die Schwierigkeiten seien vermutlich plötzlich und unerwartet aufgetreten, teilte die Polizei am Dienstag mit. Einen technischen Defekt schließen die Ermittler demnach endgültig aus. Bei dem Unfall waren zehn Menschen verletzt worden, als der Zug der Linie 9 an der Endstation Ginnheimer Landstraße gegen einen Rammbock fuhr. Der Sachschaden wird auf eine halbe Million Euro geschätzt.

Der Zug der Linie U9 war am Samstag vorvergangener Woche gegen 20 Uhr über die Endhaltestelle Ginnheim hinausgefahren und hatte den Prellbock mehrere Meter weit mitgeschleift. Die Polizei hatte noch am Wochenende von "möglichen gesundheitlichen Problemen" des Fahrers gesprochen. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) hat das zunächst nicht bestätigt. Nach Polizei-Angaben wurden der Fahrer und neun Fahrgäste bei dem Unfall leicht verletzt.

In der U-Bahn sollen zum Zeitpunkt des Unfalls insgesamt etwa 50 Fahrgäste gewesen sein. Laut Feuerwehr waren sie beim Eintreffen der Polizei bereits aus dem Zug geborgen. Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Großteil der Fahrgäste habe kurz nach dem Unfall den Heimweg angetreten, teilt die Polizei mit. "Möglicherweise kann der eine oder andere sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen." Zeugen werden deshalb nach wie vor gebeten, sich telefonisch beim 15. Polizeirevier zu melden. Die Nummer: 069/75511500.

Die U9 fuhr am Montag (7. April) wegen dem Unfall nicht. Ab Römerstadt setzte die VGF Ersatzbusse nach Ginnheim ein.

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