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Die Platensiedlung in Frankfurt soll einen Streetworker bekommen.

Platensiedlung in Frankfurt

Streetworker für die Platensiedlung

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Das Jugendzentrum fordert mehr Präventionsarbeit in der Platensiedlung in Frankfurt. Drogenhandel und Müllkippe jedoch beeinträchtigen die Arbeit.

Der Drogenhandel in der Platensiedlung sowie eine wilde Müllkippe direkt vor der Haustür beeinträchtigen die Arbeit des Ginnheimer Jugendzentrums und des Jugendclubs zunehmend. In der vergangenen Sitzung des Ortsbeirats 9  forderte die Geschäftsführerin der Einrichtungen Ulrike Fritz daher das Gremium zum Handeln auf.

Als nach einer Razzia der Polizei in der Platensiedlung im vergangenen Monat mehrere Wohnungen durchsucht und dabei Geld, Rauschgift sowie Waffen beschlagnahmt wurden, zeigten sich die Verantwortlichen des 12. Reviers sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Arbeit (die FR berichtete). Auch in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 9 wurde der Einsatz der Beamten von mehren Fraktionen gelobt.

Doch allein mit strafrechtlichen Maßnahmen dürfte dem Problem des Drogenhandels in der Siedlung wohl kaum Einhalt geboten werden können. Von daher forderte die Geschäftsführerin auch erneut den Einsatz von Streetworkern in der Platensiedlung. „Es geht darum, diejenigen Jugendlichen zu erreichen, die nicht zu uns ins in den Jugendclub Stefan Zweig kommen.“

Müllkippe unter der Brücke 

Der Bedarf an Präventionsarbeit sei im Stadtteil derzeit derart groß, „dass wir das mit der aktuellen Besetzung schlichtweg nicht bewältigen können“, beklagt Fritz. Auch wenn neue Stellen seitens des Sozialdezernats aus Kostengründen bisher abgelehnt wurden, betont sie noch mal, „wie sinnvoll der Einsatz von Streetworkern aus fachlicher Sicht in der jetzigen Situation ist“.

Ein weiteres Anliegen von Fritz ist das bereits seit Monaten währende Problem einer wilden Müllkippe auf dem Weg zum Jugendzentrum Ginnheim. Auf dem Parkplatz unter der Brücke der Rosa-Luxemburg-Straße stapele sich der Müll, sodass es den Besuchern teilweise Unbehagen bereite, das Zentrum zu besuchen. So berichtete etwa die 14-jährige Tülin dem Gremium, dass die Vermüllung in den vergangenen Jahren zugenommen habe. Häufig rieche es unangenehm. Auch habe sie auf dem Heimweg, wenn es dunkel ist, „manchmal wirklich Angst“.

Aus diesem Grund fordert Ulrike Fritz den Ortsbeirat 9 dazu auf, den Teil des Parkplatzes, der zum Jugendzentrum führt, künftig mit einem Zaun abzutrennen. Zwar würden für eine solche Maßnahme ungefähr zehn Parkplätze wegfallen, „doch den Jugendlichen würden wir damit einen deutlich entspannenden Weg zum Jugendzentrum ermöglichen“, so die Geschäftsführerin abschließend.

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