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Am 20. Oktober dürften vor der Alten Oper rechte Parolen zu hören sein.

"Patrioten für Deutschland"

Rechte Demo am Opernplatz

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Eine rechte Initiative plant eine "Kundgebung gegen Islamisierung" auf dem Frankfurter Opernplatz. Die Polizei bereitet sich schon auf Proteste vor.

Der 20. Oktober könnte ein turbulenter Tag in Frankfurt werden. Wenn das Bündnis „Mietenwahnsinn Hessen“ an diesem Samstag eine Woche vor der Landtagswahl eine Demonstration für mehr günstigen Wohnraum veranstaltet, dürften vor der Alten Oper Deutschlandfahnen zu sehen und rechte Parolen zu hören sein. Eine Gruppe, die sich „Patrioten für Deutschland“ nennt, ruft ab 14 Uhr zu einer „Kundgebung gegen die Islamisierung des Abendlandes“ auf. 

Man kritisiere die „Verdrängung abendländischer Kultur und Traditionen“, heißt es auf dem Facebook-Profil der Initiative, auf dem neben einem Foto der Alten Oper die Parole „Wir sind das Volk“ prangt. Auf ihrer Internetseite werden die „Patrioten für Deutschland“ wesentlich deutlicher. Dort heißt es beispielsweise, es sei das Ziel der aktuell regierenden „schwarz-rot-grünen Politikerkaste“, durch Einwanderung nach Europa eine „afro-eurasische Mischrasse“ zu schaffen. 

Kampf gegen „Globalisten“

Die Zerstörung aller nationalen Identitäten und traditionellen Werte sei „der Plan der Globalisten“ und werde „angetrieben von der Profitgier internationaler Konzerne und Spekulanten“, heißt es auf der Seite weiter. Es solle eine Gesellschaft entstehen, „die sich im ständigen Konsumrausch befindet und ansonsten keinerlei Bindungen mehr hat“.

Betreiber der Webseite und Anmelder der Kundgebung vor der Alten Oper ist Hartmut Issmer, der in Erlensee im Main-Kinzig-Kreis ein Ingenieurbüro betreibt. Seine Initiative komme aus dem Umfeld der Pegida-Bewegung, habe eine „geistige Nähe“ zur AfD und sei bundesweit vernetzt, sagte Issmer der Frankfurter Rundschau auf Nachfrage. Er selbst werde auf der Kundgebung sprechen und rechne mit etwa 200 Teilnehmern.

Die Frankfurter Polizei wappnet sich derweil offenbar schon für massive Proteste gegen die rechte Kundgebung. Wie groß die Veranstaltung am Ende werde, müsse man abwarten, sagte ein Polizeisprecher der FR. Man werde in jedem Fall mit einem großen Aufgebot vor Ort sein. 

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