Polizeiskandal in Frankfurt

Frankfurt: Protest gegen Rassismus bei der Polizei

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Nach der Suspendierung von sechs Beamten fordert ein Bündnis „die umfassende Aufklärung rechtsextremer Netzwerke innerhalb der hessischen Polizei“. 

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage soll es wegen des Frankfurter Polizeiskandals eine Kundgebung am 1. Polizeirevier an der Zeil 33 geben. Das Bündnis „Kein Schlussstrich Hessen“, das sich für die Aufklärung der Hintergründe der Mordserie der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) einsetzt, ruft für Freitag, 25. Januar, unter dem Motto „Wessen Freund und Helfer? – Das Problem heißt Rassismus“ zu dem Protest auf.

Man wolle sich mit der von unbekannten Rassisten unter dem Pseudonym „NSU 2.0“ bedrohten Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz solidarisieren und fordere „die umfassende Aufklärung rechtsextremer Netzwerke innerhalb der hessischen Polizei und anderen staatlichen Behörden“, heißt es im Aufruf zu der Kundgebung. „Solange sich rechte Akteur*innen bei der Polizei und anderen Institutionen offensichtlich pudelwohl fühlen, ist die Aufarbeitung des NSU-Komplexes gescheitert.“ 

Bereits am vergangenen Samstag hatten rund 150 Menschen vor dem 1. Polizeirevier demonstriert, die Jugendorganisation der türkisch-kurdischen „Föderation der Demokratischen Arbeitervereine“ (DIDF) hatte dazu aufgerufen.

Sechs Beamte vom 1. Revier sind derzeit vom Dienst suspendiert, weil sie sich rechtsextreme Nachrichten geschickt haben sollen. Außerdem besteht der Verdacht, dass sie mit den rassistischen Morddrohungen gegen Seda Basay-Yildiz zu tun haben könnten.

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