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Der Wasserpavillon im Frankfurter Bethmannpark war in der Nacht auf den 1. Juni 2017 abgebrannt.

Bethmannpark in Frankfurt

Pavillon im Bethmannpark wird aufgebaut

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Der nach einer Brandstiftung abgebrannte Pavillon im Frankfurter Bethmannpark wird wieder aufgebaut. Die Kosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro, aber: Die Stadt wird von dieser Summe nichts bezahlen.

Der abgebrannte Wasserpavillon im chinesischen Garten des Bethmannparks wird wiederaufgebaut – und zwar durchaus aufwendig. So will die Stadt die chinesische Firma beauftragen, die das Gebäude 1989 erbaut und 2007 saniert hatte. Die Kosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro, aber: Die Stadt wird von dieser Summe nichts bezahlen. Denn der Pavillon war gegen Brandschäden versichert, wie es in der am Mittwoch veröffentlichten Finanzierungsvorlage des Magistrats heißt.

Das Gebäude war in der Nacht auf den 1. Juni 2017 abgebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, und vieles spricht dafür, dass der Täter für eine ganze Serie von Feuern an Holzbauwerken verantwortlich ist. Am spektakulärsten war dabei wohl der Brand des Goetheturms im Oktober vorigen Jahres. Geschnappt wurde der Täter bisher nicht.

„Die Bevölkerung hat ein großes Interesse am chinesischen Garten und dessen Pavillon“ und wünsche sich einen schnellen Wiederaufbau, heißt es in der Vorlage. Wichtig sei, die Authentizität des Bauwerks zu sichern. Deshalb sollen nicht nur die Fachleute aus China zum Einsatz kommen. Sie sollen auch „originale chinesische Baumaterialien“ verwenden, die von „Kunsthandwerkern in China hergestellt werden“. Das gelte insbesondere für die Dachziegel und die Giebelbekleidungen aus Ton sowie die Holzdekorelemente. Per Schiff werden diese Bauteile dann nach Frankfurt transportiert.

Zunächst hatte die Stadt gehofft, der Pavillon müsse nach dem Brand nur grundlegend saniert werden. Doch schnell stellte sich heraus, dass an Abriss und Neubau kein Weg vorbeiführt.

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