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Eine der Kunst-Installationen am Blauen Haus.

Niederrad

Auf zu neuem Niederräder Ufer

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Rund um das niedergebrannte Blaue Haus soll alles besser und schöner werden.

Baumhäuser, Zelt- und Lagerfeuerplätze, eine „Unterwasser-Kunstgalerie“, eine Kart-Rennbahn oder Eisdiele: „Phantasievoll und utopisch“, sind die Zeichnungen geworden, die als Vorschläge für eine Weiterentwicklung des Niederräder Ufers entworfen wurden, berichtet Katharina Müller. Die Künstlerin hat unter anderem mit Niederräder Viertklässlern Ideen ersonnen, wie die versteckt hinter Bäumen, etwa unterhalb des Uni-Klinikums, liegende Ufer-Promenade umgestaltet werden könnte. Daneben habe auch ein Architektur-Büro einen Entwurf mit „hölzernen Mini-Gebäuden“ eingereicht. 

Eine „sehr bunte Collage“ sei bei dem „partizipativen Projekt“ entstanden, die erstmals kommenden Montag im Rahmen einer Vernissage am Niederräder Ufer zu sehen ist. Auf drei orangenen Würfeln aus Holz können Besucher sehen, wie das Ufer einst genutzt wurde, unter anderem als „vermutlich erster Campingplatz Deutschlands“ in den 50er Jahren, wie es seit einigen Jahren bespielt wird und wie es künftig aussehen könnte. 

Fünf Kooperationspartner, die dieses Projekt gemeinsam initiiert haben, sind dort derzeit zu Hause. Dazu gehören der Frankfurter Verein, der das benachbarte Licht- und Luftbad (LiLu) betreibt, das Stadt-Bienenhaus, ein Drachenboot-Verein, die „Aquanauten“ des Vereins Umwelt-Exploratorium sowie der Verein für Kunst und freie Zeit, der das Blaue Haus betrieben hat. 

Ende Januar dieses Jahres war das hellblau gestrichene, kleine Kunst- und Kulturzentrum aus Holz einem Brand zum Opfer gefallen. „Wir möchten mit der Ausstellung ausdrücken, dass das Niederräder Ufer lebendig ist und dass es trotz Brand und Abriss weiter geht“, sagt Christine Schottmüller vom Verein für Kunst und freie Zeit. Aktuell steht nur noch das Grundgerüst des Häuschens. Bis zum Frühjahr 2020 will die Stadt als Eigentümerin des Geländes das Blaue Haus wieder aufgebaut haben. Wie es zum Brand gekommen war, kann Schottmüller nicht beantworten: „Wir haben keine Infos von der Polizei und wollen es auch nicht wirklich wissen, sondern nach vorne gucken.“

Im Frühjahr soll zunächst die Kanalisation verlegt werden, sodass es künftig Toiletten und Wasseranschluss im Haus geben wird. Außerdem sollen wieder öffentliche Toiletten – übergangsweise zunächst in Containern – eingerichtet werden, die dann während der Öffnungszeiten des LiLu genutzt werden könnten. 

Schon vor dem Brand am Blauen Haus hatten die Akteure des Kunstvereins die „Blaue Wand“ ins Leben gerufen. Mit Schülern war eine etwa 2,3 mal 3,3 Meter große Fläche unterschiedlich gestaltet und am Blauen Haus aufgehängt worden. Unter dem Thema „Alle“ haben zuletzt Kinder und Erwachsene mehr als 280 Portraits auf der Wand gezeichnet, die am Montag erstmals gezeigt werden.

Interessierte können sich am 17. Dezember den „Zukunftskubus“ sowie die neue „Blauen Wand“ von 13 bis 17 Uhr am Niederräder Ufer 2 anschauen.

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