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Am Montag ist ein Teil der Kirchhainer Straße eingebrochen. Bild: Privat

Frankfurt-Nord

Hohlraum unter der Fahrbahn

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Kirchhainer Straße wegen eines Lochs gesperrt. Die Ursache ist unklar.

Auf der Kirchhainer Straße hat sich am Montagnachmittag ein tiefes Loch in der Fahrbahn aufgetan. Zwischen Ziegenhainer und Reinhardstraße ist die Strecke seitdem gesperrt. Busse der Linie 69 fahren nur noch im nördlichen Abschnitt.

Bei dem Loch „handele es sich um einen sogenannten Notstand“, sagt die Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung, Michaela Kraft. Entstanden ist der Einbruch durch einen rund zwei Kubikmeter großen Hohlraum unterhalb der Straße. Die Behörde habe bereits die Gefahrenstelle verkehrssicher abgesperrt und die nötigen Arbeiten in die Wege geleitet, um den Schaden zeitnah zu beseitigen. Sie geht davon aus, dass die Fahrbahn am kommenden Donnerstag repariert wird. Bis die Straße freigegeben wird fährt der 69er nur zwischen den Stationen Weißer Stein und Burgholzer Straße und wieder zurück.

Über die Ursache des Einbruches kann laut Kraft derzeit nur spekuliert werden. „Eine endgültige Beurteilung kann erst erfolgen, wenn die Schadensstelle vollständig geöffnet und untersucht worden ist.“ Am Kanal liege es zumindest nicht, sagt Roland Kammerer von der Stadtentwässerung. Mitarbeiter hätten den Abschnitt mit Hilfe einer Videobefahrung untersucht und keine Mängel festgestellt.

Anwohner hätten beobachtet, wie ein Transporter in ein kleines Schlagloch gefahren sei, berichtet FR-Leserin Angelika Japp. Dieser sei mit seinem Fahrzeug eingebrochen. Die Polizei habe kurz darauf die Straße gesperrt. Bis die Beamten vor Ort waren, „habe ich die Straße gesichert und die Autos und den Bus am Loch vorbei gelotst“, erzählt Japp. Doch auch mit Absperrung hätten Autofahrer weiterhin auf der Kirchhainer fahren wollen. „Die haben einfach die Polizeisperre beiseitegeschoben!“ „Dabei riskierten sie einen weiteren Einbruch der Straße.“

Es sei nicht der erste Schaden auf der Kirchhainer, sagt Japp. Erst Anfang des Jahres sei die Straße an einer anderen Stelle eingebrochen. 2017 habe es einen Defekt an einem Fußgängerüberweg unweit der Kita der Andreasgemeinde gegeben. Laut Japp befinden sich viele Straße im Quartier in einem schlechten Zustand, „das ist zum Teil lebensgefährlich – vor allem für Motorradfahrer“. Die Stadt habe sich in den vergangenen Jahren nicht gekümmert, „die machen immer nur Flickschusterei“. Nötig sei jedoch eine Grundsanierung.

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