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Halloween-Termine

Wo an Halloween der Spaß aufhört

Farb- oder Eierwürfe auf Hauswände sind keine harmlosen Streiche, sondern Straftaten: Wann aus dem Halloween-Spaß Ernst wird - und wo sich Kinder in und um Frankfurt angenehm gruseln können.

Von Marc Schult

Kürbisse leuchten in finsteren Grimassen vor Wohnhäusern, kleine Hexen und wilde Gespenster rennen durch die Straßen und fordern lautstark an Haustüren: „Süßes oder Saures!“ Am heutigen Mittwoch ist Halloween.

Für Kinder und Jugendliche ist das mehr und mehr ein eigenständiger Feiertag. Dabei ist am 31. Oktober auch Reformationstag. Doch von dessen Geschichte ist nicht mehr viel geblieben. 

Aber gerade in der Dunkelheit der Nacht werden zu Halloween nicht nur kleine Streiche gespielt. Teilweise entwickeln sich hieraus Straftaten, wie das Landeskriminalamt Hessen berichtet. Claus Opfermann, Experte in Sachen verhaltensorientierter Kriminalprävention, rät Eltern dazu, mit ihren Kindern darüber zu sprechen, wann aus Spaß Ernst wird und wann die Grenzen eines Streiches erreicht sind. 

Ein kurzer Blick in den Rucksack des Kindes vor Verlassen des Hauses hilft, mögliche Straftaten vorab zu verhindern. Der Tatbestand der Sachbeschädigung durch Farbe oder Eier an Hauswänden ist ebenso schnell erreicht wie eine mögliche Nötigung, wenn die Sprösslinge bei zu vulgärer Sprache die gewünschten Süßigkeiten einfordern. Streitigkeiten untereinander können ebenso zu Körperverletzungsdelikten führen, so die Polizei. 

Da Kinder in Deutschland bis zu ihrem 14. Lebensjahr nicht strafrechtlich belangt werden dürfen, können Eltern in Teilen für das Fehlverhalten ihrer Kinder in Haftung genommen werden. Das Reinigen und Streichen von Hauswänden nach Farbbeutelwürfen kann schnell vier- bis fünfstellige Summen kosten, weiß das Landeskriminalamt. Und wer eine Straftat beobachtet, ohne einzugreifen, mache sich ebenso strafbar wie ein Mittäter, der als Entschuldigung den sogenannten Gruppenzwang angibt. 

Abgeebbt ist mittlerweile das Verkleiden als Horror-Clown. Sollte man dennoch einem begegnen, rät die Polizei dazu, zunächst einfach die Straßenseite zu wechseln. Fühlt man sich weiterhin bedroht und unsicher, sollte man in jedem Fall die Polizei rufen.

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