Pegida in Frankfurt

Erneut Randale bei Pegida erwartet

Vor der Kundgebung der islamfeindlichen Bewegung Pegida Frankfurt/Rhein-Main am kommenden Montag, 2. Februar, warnt Polizeipräsident Gerhard Bereswill potenzielle Randalierer. Die Polizei werde konsequent gegen sie vorgehen. Die Antifa kündigt ihr Kommen an.

Wie bei der Kundgebung der islamfeindlichen Bewegung „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) am vergangenen Montag erwartet die Polizei auch für kommenden Montag, 2. Februar, Randale an der Frankfurter Hauptwache.

"Wir haben am 26. Januar feststellen müssen, dass der Gegenprotest in Teilen gewalttätig verlief. Ich rechne auch am kommenden Montag wieder mit ähnlichen Szenarien. Daher appelliere ich nochmals an alle Teilnehmer der Versammlung und des Gegenprotestes, ihr Recht auf Versammlungsfreiheit friedlich auszuüben", sagte Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill am Freitag. Die Frankfurter Polizei werde bei der genehmigten Pegida-Demonstration am kommenden Montag ihrer Aufgabe nachkommen und friedliche Versammlungen schützen. "Gegen Straftäter wird die Polizei konsequent einschreiten", kündigte er an.

Die Antifa hat ihre Teilnahme am geplanten Pegida-Marsch bereits fest zugesagt und weist darauf hin, dass es „die Rechten“ gewesen seien, „die am Montag mehrere AntifaschistInnen angegriffen und verletzt haben und die Polizei, die mit Knüppeln und Pfefferspray gegen die Blockaden vorgegangen ist“. Und verspricht: „Antifa-Gruppen mobilisieren für nächsten Montag um 16.30 Uhr erneut zur Hauptwache, um die ,Normalisierung des Rassismus‘ zu blockieren.“

Die Pegida-Gruppe Frankfurt/Rhein-Main um die Frankfurterin Heidi Mund hat für jeden Montag in diesem Jahr eine Kundgebung auf der Hauptwache angemeldet. Die Versammlungen sollen jeweils von 17 bis 21 Uhr dauern.

Bei der ersten Kundgebung der Gruppe am vergangenen Montag hatten etwa 80 Menschen teilgenommen. Auch der hessische NPD-Vorsitzende Stefan Jagsch, mehrere Neonazis, rechte Hooligans sowie Aktivisten der rechtsextremen „German Defence League“ waren dazu auf die Hauptwache gekommen. Rund 4000 Menschen hatten die Versammlung mit Rufen und Pfiffen, aber auch mit Eier-, Böller- und Flaschenwürfen gestört. (lad/FR)

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